Im vergangenen Frühling hatten die Sicherheitsdirektoren der Kantone Aargau, Baselland und Basel-Stadt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gebeten, einen Teil der 24 zusätzlichen Stellen im Grenzwachtkorps der Grenzwachtregion 1 zuzuteilen. Grund waren die steigenden Einbruchszahlen in der Nordwestschweiz.

Die Bundesrätin antwortete, die Zusatzstellen würden primär der Westschweiz zugeteilt, einzelne auch dem Tessin und dem Nordwesten. Der Grosse Rat reagierte darauf im Mai mit einer Resolution für mehr Grenzwächter im Nordwesten. Diese gebe es bisher jedoch nicht ausreichend, moniert nun der von Bürgerlichen signierte Anzug.

Die Anzugsteller orten die grössten Probleme in den Regionen mit offenen Grenzen. In den städtischen Ballungsgebieten, entlang der offenen Grenzen und der Transitachsen würden deutlich erhöhte Deliktzahlen festgestellt: "Der Kriminaltourismus schadet der Akzeptanz der Personenfreizügigkeit nachhaltig."

Die bestellte Standesinitiative soll von den Bundesbehörden fordern, "das Grenzwachtkorps an allen Standorten personell so auszustatten, dass es seine Aufgaben nach Massgabe der jeweils bestehenden Sicherheitssituation in guter Qualität und entsprechend den Sicherheitsbedürfnissen der Bevölkerung wahrnehmen kann."

Eine solche Standesinitiative hat im September auch die Regierung des Kantons Baselland dem Landrat beantragt. Sie reagierte damit auf einen Vorstoss aus dem Kantonsparlament, der mehr Binnenkontrollen forderte. Diese lehnt die Baselbieter Regierung ab, sie ist jedoch für die Standesinitiative. Beschliessen muss sie das Parlament.