Nachgefragt

Stephanie Eymann ist schon wieder in Quarantäne: «Meine Hauptsorge galt meinen Eltern»

Stephanie Eymann (LDP) möchte Ende November im zweiten Wahlgang in den Regierungsrat gewählt werden.

Stephanie Eymann (LDP) möchte Ende November im zweiten Wahlgang in den Regierungsrat gewählt werden.

Eigentlich befindet sich Stephanie Eymann (41) mitten im Wahlkampf. Die LDP-Politikerin und Regierungspräsidiumskandidatin sitzt aber seit fast zwei Wochen in Quarantäne.

Wie geht es Ihnen?

Stephanie Eymann: Gut, aber die Zeit in Quarantäne fühlt sich sehr lange an. Vor dem Wahlwochenende wurden meine Eltern positiv auf das Coronavirus getestet. Daraufhin mussten meine Tochter, mein Partner und ich in Quarantäne. Am Montag hätten wir raus dürfen, doch meine Tochter wurde am Sonntag positiv getestet. Also sind wir jetzt wieder in Quarantäne. Dabei hatten wir uns so darauf gefreut, nicht mehr auf andere angewiesen zu sein.

Wie geht es denn Ihren Eltern jetzt?

Meine Mutter ist seit Dienstag wieder zu Hause und mein Vater konnte gestern von der Intensivstation auf die normale Abteilung verlegt werden. Beide haben aber einen schweren Verlauf der Krankheit mit Lungenbeschwerden erwischt. Darum relativiert sich mein Ärger über die Quarantäne auch. Meine Hauptsorge galt immer meinen Eltern.

Ihren Job als Chefin der Baselbieter Verkehrspolizei konnten Sie ja wie gewohnt ausüben, oder?

Genau. Mein Arbeitsalltag besteht zu einem grossen Teil aus Sitzungen. Da diejenigen vor Ort sowieso aufgrund der aktuellen Lage ins Virtuelle verschoben wurden, konnte ich das von zuhause aus machen. Jedoch hätte ich diese Woche Pikett-Dienst gehabt, diesen musste ich nun abtauschen.

Sind Sie gerne im Homeoffice?

Ich schätze es und es liegt mir. Ich bin es mir auch von Unizeiten gewohnt und als ich bei der Staatsanwaltschaft arbeitete, machte ich immer einen Tag Homeoffice. Jetzt aber habe ich natürlich eine Überdosis. Ich arbeite am gleichen Tisch, an dem ich abends esse.

Und wie funktioniert Ihr Wahlkampf derzeit?

Der findet auch an diesem Tisch statt. Zum Glück verpasse ich derzeit keine Anlässe. Aber ich muss den digitalen Raum besser nutzen. Gleich nach dem Wahlsonntag zog ich mich aber zurück, da mich die Erkrankung meiner Eltern stark beschäftigt hat. Jetzt kann ich wieder Vollgas geben und freue mich darauf.

Tweet von Stephanie Eymann zu ihrer zweiten Quarantäne

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