Steuerstatistik
Grosse Gräben zwischen Arm und Reich in Basel

Die neueste Steuerstatistik zeigt: Aus rund zehn Prozent der Veranlagungen stammen fast 95 Prozent der Vermögenssteuer.

bz
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Schlange vor dem Caritas-Laden in Basel

Schlange vor dem Caritas-Laden in Basel

Roland Schmid

Basel-Stadt ist seit einem guten Jahrzehnt ein wirtschaftlich prosperierender Kanton. Das wirkt sich positiv auf die Steuereinnahmen des Kantons aus. Die neueste, eben veröffentlichte Statistik, welche Daten bis zum Steuerjahr 2018 auswertet, beweist dies erneut. Der Ertrag aus Einkommens- und Vermögenssteuern stieg im Vergleich zum Jahr davor um knapp fünf Prozent auf 1,8 Milliarden Franken.

Die Statistik legt aber auch wie fast alle Jahre eine grosse Diskrepanz offen: Jene zwischen den Gutverdienenden und Vermögenden und jenen, die kaum über Einkommen oder Vermögen verfügen. Ein Viertel der Basler Steuerpflichtigen, also etwa 29'000 Personen, zahlen nämlich gar keine Steuern. Ein weiteres Viertel verfügt über ein steuerbares Einkommen von 1 bis 24'999 Franken und trägt lediglich knapp sieben Prozent zum gesamten Steuerertrag des Kantons bei.

Drei Prozent tragen über ein Viertel zum Steuerertrag bei

Drei Prozent der Veranlagungen, also Ehepaare wie Einzelpersonen, verfügen über ein steuerbares Einkommen von über 200'000 Franken. Sie tragen über ein Viertel zum gesamten Steuerertrag des Kantons bei. Insgesamt stammen aus gut zehn Prozent der Veranlagungen fast die Hälfte der Einkommenssteuer.

Ähnlich ungleich sieht es bei den Vermögen aus. 70 Prozent der Veranlagungen verfügen über gar kein Vermögen. Von knapp 90 Prozent aller Veranlagungen (Vermögensklassen von 0 bis 499'999 Franken) stammen insgesamt sechs Prozent des Vermögenssteuerertrags des Steuerjahres 2018. Aus rund zehn Prozent der Veranlagungen stammen sage und schreibe 94 Prozent der Vermögenssteuer.

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