Die Untersuchungen im entsprechenden Strafverfahren stehen kurz vor Abschluss, wie die Bundesanwaltschaft einen entsprechenden Artikel des "Tages-Anzeigers" und "Des Bunds" von Mittwoch auf Anfrage bestätigte. Im Rahmen des Strafverfahrens hätten gewisse Zwangsmassnahmen stattgefunden. Weitere Informationen könnten derzeit nicht erteilt werden.

Gemäss dem Zeitungsartikel handelt es sich beim Verdächtigen um einen inzwischen 42-jährigen Bosnier. Er sei im Vorstand eines Basler Islamvereins tätig gewesen. Auf den Radar der Dschihad-Monitoring-Spezialisten des Bundes sei er erstmals vor sieben Jahren geraten. 2014 sei der Bosnier verhaftet worden.

Der Mann soll hinter Propaganda-Aktivitäten für radikale Islamisten stehen. Eine entsprechende Internetseite sei etwa auf seinen Namen registriert und durch ihn mitfinanziert gewesen. Zudem habe er im Internet Reden von radikalen Predigern verbreitet.

Die Islamische Gemeinschaft Bosniens Basel, Dzemat Basel, distanzierte sich in einer Mitteilung von dem Verdächtigen. Dem Vorstand sei bereits 2006 aufgefallen, dass der Mann und andere vier Mitglieder "in die wahabitische Sicht des Islam abdriften". Da dies nicht der bosnischen Auffassung des Islam entspreche, sei der Mann aus dem Vorstand "hinausgeworfen" worden.

An der Generalversammlung des Vereins 2007 seien alle fünf Männer samt ihrer Familien aus dem Verein ausgeschlossen worden. Seither hätten diese keinen Kontakt mehr mit Dzemat Basel.