Street Art erlebt derzeit einen Boom. Von einer Nische spricht inzwischen niemand mehr, seit international bekannte Grössen wie Banksy oder Space Invader weit über die Grenzen der Szene hinaus für Aufsehen sorgen und deren Werke mitunter auch T-Shirts und sonstiges Merchandising jeder erdenklichen Art zieren.

Auch in Basel ist der Trend zu beobachten. Eine Gruppe von Künstlern wird zum ersten Mal als Alternative zur Art Basel in einer Pop-up-Galerie Werke aus dem Bereich Urban-Art ausstellen. «Urban Heart Basel» nennt sich das Projekt, welches heute um 19:00 Uhr mit einer Vernissage Eröffnung feiert. In der Tabaccheria in der Schneidergasse werden hauptsächlich Leinwände, aber auch kleinere Kunstobjekte von Künstlern aus der ganzen Welt zu sehen und zu kaufen sein.

Internationales Line-up

Im Line-up finden sich weltweit beachtete Namen wie Broken Fingaz aus Israel oder der chilenische Künstler Otto Schade. Auch lokale Kunstschaffende wie Bustart, Babadanman oder Seifrei stellen ihre Opus zur Schau. Dabei ist es auch möglich, der Entstehung eines neuen Werkes dieser Künstler im öffentlichen Raum beizuwohnen: In den nächsten Tagen werden unter anderem die Buvette am Birsköpfli, das ehemalige Kestenholz-Areal in der Nähe des Joggeli sowie der Wagenplatz neu verziert.

Verantwortlich dafür zeichnen sich zwei Institutionen: das Online-Portal Streetart.com sowie der neu gegründete Verein «Urbane Kunst» in Basel. Von Vereinsseite her heisst es: «Wir wollen eine Plattform sein zur Förderung von Graffiti und Street Art.» Den Trend gelte es nun zu fördern und Street Art innerhalb der Schweiz noch mehr zu etablieren: «Deshalb sind wir immer auf der Suche nach Wänden und Flächen, welche wir durch unser Netzwerk an Künstler bemalen lassen», heisst es weiter.

Der Verein fungiert unter anderem als Bindeglied zwischen Künstlern und Kunstinteressierten; so werden auch Workshops oder Auftragsarbeiten durchgeführt. Auf der Website des Vereins ist zudem zu lesen: «Die Künstler, die von uns vertreten werden, arbeiten alle auf den Strassen dieser Welt. Wir vertreten keine Kunststudenten oder Grafikdesigner, die Street Art oder Graffiti aus rein finanzieller Motivation in ihrem Studio betreiben.»

200 bis 3000 Franken pro Werk 

Mit der aktuellen Ausstellung, mit welchem die Vereinigung zum ersten Mal öffentlich in Erscheinung tritt, wolle man den etablierten Kunstformen zeigen, dass fernab der Art-Glitzerwelt Alternativen existieren. Das zeigt sich unter anderem auch an den Preisen: Diese bewegen sich zwischen 200 und 3000 Franken pro Werk. Die Ausstellung dauert noch bis Sonntag und ist täglich zwischen 12.00 und 22.00 Uhr geöffnet.