Die revidierte Verordnung gilt ab dem 1. März, wie die Regierung am Dienstag mitteilte. Strassenmusik und -kunst in der Stadt Basel sind dann noch von Montag bis Samstag von 11 bis 12.30 Uhr sowie von 16 bis 20.30 Uhr erlaubt. An Sonn- und Feiertagen ist beides verboten, ausgenommen die Verkaufssonntage von 13 bis 18.30 Uhr.

Nur noch zur vollen Stunde

Die Darbietungen dürfen zudem nur noch zur vollen Stunde beginnen und müssen nach maximal einer halben Stunde beendet sein. Danach gilt von der halben bis zur vollen Stunde ein Verbot. Anwohner und Gewerbe an bevorzugten Spielorten sollen so Ruhepausen erhalten; ausserdem sei das Kontrollieren der Spielzeiten einfacher.

Eine Einheit darf überdies am gleichen Ort pro Tag nicht mehr als eine halbe Stunde lang Musik oder Kunst darbieten. Der darauf folgende Standort muss ausserhalb der Hörweite des vorherigen wie auch anderer Darbietungen liegen. Eine Darbieter-Einheit darf zudem höchstens vier Personen umfassen.

Nur noch kleine Gruppen

Gänzlich verboten sind Strassenmusik oder -kunst an den Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel und unmittelbar vor Boulevard-Cafés. Neben bestimmten Instrumenten wie lauten Schlag- und Blasinstrumenten und elektronischen Tonverstärkern wie bisher ist zudem neu auch «überlauter Gesang» nicht mehr zulässig.

Mit der restriktiveren Regelung will die Regierung Problemen begegnen, wie sie seit der Liberalisierung im Mai 2010 aufgetreten sind. Diese habe Basel namentlich für organisierte Musikgruppen aus Osteuropa interessant gemacht und ihnen - trotz Standortwechselpflicht - praktisch einen «Dauereinsatz» erlaubt.

Markant mehr Reklamationen

Markant zugelegt haben indes seither auch Reklamationen: Waren 2008 noch 47 und im Jahr darauf 75 Anrufe eingegangen, waren es 2010 schon 85 Anrufe - 2011 stieg die Zahl bis Ende September sprunghaft auf 144. Schriftlich meldeten sich entnervte Betroffene vor allem aus der Freien Strasse, vom Markt- und Barfüsserplatz und aus der Steinen.

Seit Mai 2010 sind in Basel Strassenmusik und -kunst werktags von 11 bis 20 Uhr und samstags von 11 bis 18 Uhr erlaubt. Zuvor waren Darbietungen von 11.30 bis 13 Uhr sowie ab 17 Uhr zulässig gewesen. Bei der Liberalisierung beibehalten wurde, dass am gleichen Ort jeweils nur eine halbe Stunde lang gespielt werden darf.

Auch nach der von einer Arbeitsgruppe von Sicherheits-, Präsidial- und Baudepartement erarbeiteten Revision sei die Basler Regelung «vergleichsweise liberal», hält die Regierung fest. Von einer Bewilligungslösung sei wegen des Verwaltungsaufwandes abgesehen worden; der gewählte Ansatz orientiere sich indes auch an einem Vergleich mit zehn andern Städten.