Basel
Strom für 240 Haushalte: Joggeli wird zum Solarkaftwerk

Die Industriellen Werke Basel (IWB) bauen auf dem Dach des St.Jakob-Parks mit 5450 Quadratmetern ihre bisher grösste Photovoltaikanlage. Die Anlage soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und Solarstrom für 240 Haushalte produzieren.

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Auf dem Dach des Joggeli wird eine Solaranlage montiert.

Auf dem Dach des Joggeli wird eine Solaranlage montiert.

Keystone

Die IWB haben mit den Eigentümern eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Anlage soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden und Solarstrom für 240 Haushalte produzieren. Die Bauarbeiten werden in wenigen Wochen beginnen.

Auf dem Dach des Fussballstadions soll eine Photovoltaik-Anlage mit einer Fläche von 5'450 Quadratmetern entstehen. Die Anlage wird sich über einen grossen Teil des Stadiondachs erstrecken.

Aufgrund seiner Beschaffenheit und Ausrichtung eigne sich das Tribünendach des St. Jakob-Parks sehr gut zur Nutzung von Sonnenenergie, schreiben die IWB. Die gesamte Anlage soll eine maximale Leistung von 850 Kilowattpeak (kWp). Die jährliche Stromproduktion wird auf 830'000 Kilowattstunden (kWh) veranschlagt, was dem Verbrauch von rund 240 Basler Haushalten entspricht.

Die Anlage bleibt nach der Errichtung im Eigentum der IWB. Die Joggeli-Eigentümer sind an den Einkünften aus dem produzierten Solarstrom beteiligt. Zu den Kosten schweigt sich die IWB aus.

Die Industriellen Werke Basel sind nicht das erste Schweizer Stromunternehmen, das Fussballstadien zum Stromlieferanten machen will. Bereits seit Mai 2005 beteribt die Berner BKW FMB Energie AG auf dem Dach des Stade de Suisse in Bern ein Solarkraftwerk. Auf einer Dachfläche von 12'000 Quadratmetern liefern 7000 Solarpanels jährlich bis zu 1'200'000 kWh Stunden Strom, was den Jahresbedarf von rund 400 Haushaltungen deckt. Die BKW investierten dafür rund 10 Millionen Franken. (rsn)

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