Bildung
Studenten können aufatmen: Uni Basel verzichtet auf Erhöhung der Studiengebühren

Die Semestergebühren an der Universität Basel werden nicht erhöht. Die Uni verzichtet auf den Schritt, nachdem es zu Kritik und Studentenprotesten gekommen war.

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Uni Basel verzichtet auf Erhöhung der Studiengebühren
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Die Uni verzichtet auf eine Erhöhung.
Studenten protestierten gegen den Schritt.

Uni Basel verzichtet auf Erhöhung der Studiengebühren

Juri Junkov

Wer an der Uni Basel studiert, muss für die Studiengebühren künftig nicht mehr Geld hinblättern. Die Uni verzichtet auf deren Erhöhung. In Anbetracht der zahlreichen konkurrierenden Angebote im In- und Ausland hält sie eine Erhöhung derzeit nicht für angebracht.

In Zusammenhang mit dem Globalbudget für die Leistungsperiode 2018-2021 hatte die Universität Basel entschieden, eine allgemeine Erhöhung der Studiengebühren zu prüfen. Nach vertieften Abklärungen und eingehenden Diskussionen hat sich der Universitätsrat für die Beibehaltung der aktuellen Studiengebühren entschieden.

Über die Hälfte der Studierenden stammt aus der Nordwestschweiz

Im Herbst 2017 waren an der Uni Basel 12'873 Studierende, Doktorierende sowie Studierende in Austauschprogrammen eingeschrieben. Basel-Stadt hielt einen gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhten Anteil von 17,4% (2239 Studierende), aus dem Kanton Basel-Landschaft studierten 2632 Personen (20,4%), und aus den Kantonen Solothurn und Aargau liessen sich 1962 Personen an der Universität Basel ausbilden (15,2%). Der Anteil der Studierenden aus der übrigen Schweiz betrug 23,2% (2983; Vorjahr 2976 Studierende).

Basel hat die Studiengebühren im Jahr 2014 letztmals erhöht und liegt damit in der Schweiz immer noch an der Spitze. Eine erneute Erhöhung ist für den Universitätsrat derzeit deshalb "nicht angebracht", wie er am Montag mitteilte.

Der Universität Basel sei es wichtig, auch in Zukunft für Studierende aus dem In- und Ausland ein attraktives, konkurrenzfähiges Angebot bieten zu können, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Studentische Körperschaft der Universität Basel (Skuba) zeigte sich in einer Mitteilung "hocherfreut" über den Entscheid. Dieser sichere eine Angemessenheit der Gebühren im Gesamtbild der Schweizer Universitäten. Eine Gebührenerhöhung hätte dagegen eine "nicht irrelevante" Belastung für die Studierenden dargestellt. (sda)

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