Uni Basel
Studenten trainieren bald in Basels «sportlichem Herzen»

Ab 2020 soll im Neubau hinter der St. Jakobshalle gelernt, geforscht und trainiert werden. Das Gebäude mit 5200 Quadratmetern Fläche wird von der Universität Basel finanziert. Es wird rund 50 Millionen Franken kosten.

Silvana Schreier
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550 Sportstudenten werden im Neubau unterrichtet.

550 Sportstudenten werden im Neubau unterrichtet.

«Playtime»: Was wie ein Kinderspielplatz klingt, soll das neue Zentrum für rund 550 Sportstudenten und 100 Mitarbeitende werden. Das Departement für Sport, Bewegung und Gesundheit (DSBG) der Universität Basel braucht mehr Platz, um die steigende Anzahl Studierende unterzubringen. Die heutigen vier Standorte sollen vereint werden: Wenn alles nach Plan verläuft, können die Studierenden ab 2020 unter einem Dach lernen, forschen und trainieren.

Unabhängig von St. Jakobshalle

«Es ist das erste Gebäude der Universität Basel, dass auf Baselbieter Boden steht», sagt Christoph Tschumi, Verwaltungsdirektor der Universität Basel. Der Neubau soll auf der Brüglinger Ebene in Münchenstein gebaut werden, also auf der Fläche zwischen der St. Jakobshalle und der Eissporthalle. Es sei schliesslich das «sportliche Herz von Basel», sagt Roya Blaser, Leiterin für Strategie des Hochbauamtes Basel-Landschaft.

Die beiden Basler Architekten Caesar Zumthor und Markus Stern entwarfen das Siegerprojekt. «Aus Nutzersicht ist ihre Arbeit ideal», erklärt Tschumi. Ausserdem überzeugte die Jury die Funktionalität und die Trennung der verschiedenen Bereiche. Der Innenhof diene als Treffpunkt für Studierende, Dozenten und Forscher. Ebenfalls ist im Gebäude eine Dreifachhalle integriert: «Dadurch sind wir unabhängig von der St. Jakobshalle», erklärt Tschumi. Es hätten immer mehr grosse Anlässe in der Halle stattgefunden, was das Unterrichten erschwert habe. Trotzdem könnten die umliegenden Anlagen, wie das Schwimmbad oder das Leichtathletikstadion, weiterhin genutzt werden.

Das Gebäude mit 5200 Quadratmetern Fläche wird von der Universität Basel finanziert. Es wird rund 50 Millionen Franken kosten. «Dies ist die oberste Limite für die Uni», sagt Tschumi. Um nicht nur einen funktionalen, sondern auch einen wirtschaftlichen Bau zu haben, würden «Sparpotenziale» noch geprüft.