An der Studie des Teams um Maria Rubini Giménez und Christian Müller vom USB nahmen 2500 Patientinnen und Patienten an sieben Spitälern in der Schweiz, Italien und Spanien teil, die wegen Brustschmerzen eine Notfallklinik aufsuchten. Die Forschenden befragten sie eingehend über Art und Orte der Schmerzen sowie weitere Symptome.

Dabei zeigte sich, dass Frauen und Männer bei Herzinfarkten teilweise zwar unterschiedliche Formen von Brustschmerzen erleben. Die Ergebnisse seien jedoch nicht signifikant genug, um tatsächlich von geschlechtsspezifischen Symptomen sprechen zu können, wie das USB am Dienstag in einer Mitteilung schrieb.

Das Fazit: Bei der Behandlung von Frauen und Männern, die über Brustschmerzen klagen, dürfe es beim ersten Arztkontakt keinen Unterschied geben. Die Studie war Ende 2013 im US-Fachjournal "JAMA Internal Medicine" erschienen. Sie war im Sommer bereits mit dem "Otto Hess Trainee Award" der Schweizerischen Gesellschaft für Kardiologie ausgezeichnet worden.