Die studentischen Organisationen wehren sich unisono gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren für die Universität Basel, die der Kanton Baselland als Bedingung für einen höheren Globalbeitrag stellte. Die zusätzlichen Gebühren beliefen sich auf 4 Millionen Franken pro Jahr (die bz berichtete).

Der Verband der Schweizerischen Studierendenschaften (VSS) spricht von einem «Kuhhandel», über den er «äusserst konsterniert» sei. Die an sich erfreuliche wenn auch «bescheidene» Budgeterhöhung müsse ohne Erhöhung der Studiengebühren beschlossen werden. Sonst bewiesen die Regierungen beider Kantone erneut, «dass ihnen die Chancengleichheit der Studenten gleichgültig ist».

Für die Studenten stiege die Belastung von etwa 700 auf 850 Franken pro Semester, während der Gewinn für die Universität «marginal» bei etwa 2,2 Prozent des Gesamtbudgets liege.

Die Studentische Körperschaft der Universität Basel (Skuba) spricht ebenfalls von einem «Studium nur für Reiche» und fordert eine generelle Abschaffung der Studiengebühren, die in Mitteleuropa ein Auslaufmodell seien. Die Kantone schnitten sich mit dieser Entscheidung ausserdem ins eigene Fleisch, weil die zwingenden Nebenjobs der Studenten keinen Abschluss in der Regelzeit mehr zuliessen.

Die Juso Baselland weisen darauf hin, dass sich die Schweiz mit dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte zur Senkung der Studiengebühren verpflichtete. Sie kündigen «Massnahmen» an, sollte die Erhöhung in den Kantonsparlamenten bestätigt werden. (bz)