Die Gemeinde Rünenberg hat Sturm Evi heftig durchgeschüttelt. 127 Stundenkilometer haben Metereologen gemessen. Eine mächtige Böe.

In Känerkinden wurden 103 Stundenkilometer gemessen.

Wie heftig Sturm Evi mancherorts in beiden Basel blies, lässt sich an der Reaktion von bz-Leser Thomas Tschudin ablesen, der schreibt: "Der heutige Sturm ist in Oberdorf etwa doppelt so stark wie bei Burglind."

MeteoSchweiz hat für beide Basel und das gesamte Mittelland Gefahrenstufe 3 herausgegeben. Es ist also mit umstürzenden Bäumen und Behinderungen beim Strassen- Schienen- und Luftverkehr zu rechnen.

Der höchste Wert in der Schweiz wurde gemäss MeteoNews mit 143 Stundenkilometern auf dem Säntis gemessen.

Impressionen von Evi-Vorgängerin Burglind:

Fazit der Polizei

Das Zwischenfazit der Baselbieter Kantonspolizei ist bislang erfreulich: Sie ist in Kenntnis von umgewehten Bauabschrankungen und einem auf die Strasse gefallenen Baum, wie sie auf Anfrage der bz erklärt.

Tagsüber Windspitzen 

Die Meteorologen gehen im Fall von "Evi" davon aus, dass es in der Schweiz bis Donnerstag oder gar Freitag stürmisch bleibt. Gemäss MeteoSchweiz nehmen die Winde im Laufe des Dienstagvormittags auf der Alpennordseite sowie in den Alpen weiter zu und erreichen tagsüber sowie im Laufe des Mittwochs die höchsten Windspitzen.

In den Niederungen der Alpennordseite werden dabei verbreitet Böen von 70 bis 100 km/h, in leicht erhöhten Lagen bis 110 km/h und in den Hochalpen 130 bis 160 km/h erwartet. In den Alpentälern dürften die stärksten Böen im Laufe des Mittwochs auftreten.

Felix Blumer von SRF Meteo schreibt in einer Mitteilung: Der Sturm werde am Donnerstag im Flachland vermutlich "etwa ähnliche Spitzen" wie am Dienstag erreichen.

Im Flachland auf der Alpennordseite liegen die Windspitzen verbreitet bei 70 bis 90 km/h, auf Hügeln werden 100 bis 120 km/h erreicht und auf den Gipfeln sind Orkanböen bis 160 km/h möglich.

Sturm Burglind: 50 Millionen Schaden

Mit bis zu 100 km/h fegte "Burglind" in der Neujahrswoche über die Schweiz. In der Schweiz verursachte der Sturm eine Schadenssume von 50 Millionen Franken, im Aargau rechnet die Gebäudeversicherung mit bis zu 14 Millionen Franken, in Solothurnmit 10 Millionen Franken oder in beiden Basel mit 6 Millionen Franken