Gesundheit

Sucht in Basel: Alkohol, Cannabis und Kokain sind für viele das grösste Problem

Kokain gehört zu den Hauptsuchtmitteln, weswegen in Basel 2019 Beratungen aufgesucht wurden.

Kokain gehört zu den Hauptsuchtmitteln, weswegen in Basel 2019 Beratungen aufgesucht wurden.

Das Basler Gesundheitsdepartement hält fest: Alkohol-, Cannabis- und Kokainkonsum sind die häufigsten Gründe für eine Suchtberatung. Ebenso nehmen Verhaltenssüchte bei Baslerinnen und Baslern zu.

Alkohol, Cannabis und Koks: Das sind die schlimmsten Drogenlaster der Baslerinnen und Basler. Oder zumindest die, weswegen sie am meisten Beratungen aufsuchen. Zu diesem Schluss kommt der Monitoringbericht 2019 der Basler Gesundheitsdienste. Der Bericht macht Aussagen zum Suchtmittelkonsum von legalen Substanzen wie Alkohol oder Medikamenten, illegalen Substanzen wie Heroin, Kokain und Cannabis und zu Verhaltenssüchten.

So stellt man fest: Die Beratungen nehmen zu. In den ambulanten Suchtberatungsstellen waren letztes 2019 gesamthaft 2342 Beratungsfälle zu verzeichnen. In den Beratungsstellen wurden dazu rund 9100 Gespräche geführt. Der Hauptgrund bei den ambulanten Beratungsstellen war der problematische Konsum von Alkohol. Dicht gefolgt von Cannabis und Kokain.

Daneben gibt es auch die Verhaltenssüchte. Hier waren Glücksspiel- und Onlinesucht die Hauptgründe für Beratungen. Insgesamt hätten Beratungen aufgrund von Verhaltenssüchten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen (2019: 243, 2018: 177).

Heroinsucht: Kaum mehr neue Abhängige

1‘161 Personen befanden sich laut Bericht aufgrund einer Heroinabhängigkeit in einer substitutionsgestützten Behandlung. Diese Anzahl bleibe seit Jahren konstant, wobei das Durchschnittsalter fortlaufend ansteigt (2009: 41 Jahre; 2019: 50 Jahre).

Aus dem Jahresbericht lassen sich auch Trends und Entwicklungen ablesen. Hervorzuheben seien dabei die für das Jahr 2019 dokumentierten Tiefstwerte von Materialfunden wie Spritzen seit Erstveröffentlichung des Berichts im Jahr 2009. 

Mit der Anlauf- und Beratungsstelle frauenOase sowie der Eröffnung der Notschlafstelle für Frauen im September 2018 verfügt der Kanton Basel-Stadt über zwei frauenspezifische schadensmindernde Angebote. Beide verzeichneten laut Gesundheitsdepartement im Berichtsjahr 2019 Höchstwerte bei der Anzahl Besucherinnen beziehungsweise der Anzahl Übernachtungen. 

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