Flughafen
Südanflüge auf dem Euro-Airport auf über 10 Prozent gestiegen

Der Anteil der umstrittenen Südanflüge am Flughafen Basel-Mülhausen hat im vergangenen Jahr die kritische Zehn-Prozent-Marke knapp überschritten. Deshalb müssen die Luftfahrbehörden Frankreichs und der Schweiz dieser Entwicklung auf den Grund gehen.

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Umstritten: Die Euro-Airport-Südanflüge führen über dicht besiedeltes Gebiet.

Umstritten: Die Euro-Airport-Südanflüge führen über dicht besiedeltes Gebiet.

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Auf dem Euro-Airport Basel-Mülhausen (EAP) sind 2017 insgesamt 39'630 Instrumentenlandeanflüge verzeichnet worden. Davon wurden 4092 über die Südpiste der abgewickelt, wie die Flughafendirektion am Freitag mitteilte. Die ILS-33-Quote stieg damit gegenüber dem Vorjahr von 5,9 auf 10,3 Prozent.

Der grösste Teil der Landungen, nämlich 35'465 oder 89,5 Prozent, fand von Norden auf die Hauptpiste 15 statt. Die restlichen Landungen wurden über die Ost-West-Piste abgewickelt.

Seit der Einführung des Instrumentenlandesystems (ILS) Ende 2007 führen die Südanflüge über dicht besiedeltes Gebiet in der Schweiz. Dagegen wehren sich seither die betroffenen Schweizer Gemeinden. Im vergangenen Jahr lag die ILS-33-Quote in fast allen Monaten über dem langjährigen Mittel, wie es in der Mitteilung heisst.

Gemäss einem Abkommen der Luftfahrtbehörden Frankreichs und der Schweiz von 2006 soll die Piste 33 nur benützt werden, wenn der Rückenwind eine bestimmte Stärke erreicht hat. Weil die ILS-33-Quote 2017 die Zehn-Prozent-Marke übertraf, müssen die Luftfahrtbehörden beider Ländern nun nicht nur eine Analyse vornehmen, sondern auch nach Massnahmen suchen, um den Wert wieder unter das kritische Mass zu drücken.