Die «Super Connie», die Lockheed L-1049 Super Constellation, ist für viele Fans das schönste Flugzeug der Welt. Der Oldie aus den 1950er-Jahren fliegt am Samstag um 14 Uhr von seinem Sommerquartier auf dem Flughafen Basel-Mulhouse nach Zürich-Kloten, wo sie überwintern wird.

Auftritte an Flugshows

Nach einer Durststrecke 2012 verlief die Flugsaison 2013 problemlos. Die Super Connie absolvierte mehrere umjubelte internationale Auftritte, etwa auf dem Aerosalon in Paris-Le Bourget oder der Airshow im britischen Fairford. Mitte September kam eine Flugschau in Belgien dazu. Lediglich ein geplanter Überflug an das süddeutsche Fliegerfestival Tannkosh musste im Sommer abgesagt werden, allerdings nicht wegen technischer Probleme, sondern wegen schlechten Wetters. In der Schweiz absolvierte die Super Connie ebenfalls zahlreiche Vorführungen, etwa in Samedan, Genf, Bern, Altenrhein oder jüngst beim Zigermeet in Mollis. Auch die Technik spielte einwandfrei mit: Lediglich ein Gerät zur Propellersteuerung musste ausserplanmässig ersetzt werden.

Leidenschaftliche Flugzeugfans

Hinter dem Halter des Oldie-Airliners, der Super Constellation Flyers Association, kurz SCFA, stehen Flugbegeisterte aus der ganzen Schweiz. Gegründet wurde der Verein im Frühjahr 2000 in Basel mit dem Ziel, eine Super Connie zu erwerben, flugfähig zu machen und sie dann mit Passagieren zu betreiben. Allerdings musste die Maschine in der Flugsaison 2012 ab Anfang Juni wegen technischer Probleme komplett pausieren.

Zunächst ging ein Propellergetriebe mitten im Flug kaputt. Teile und Späne davon legten dann auch den dahinterliegenden Motor lahm. Ende Juni wurde deshalb von der SCFA ein passendes Triebwerk beschafft und eingebaut. Schon nach kurzer Flugzeit gab auch dieses Triebwerk seinen Geist auf. Deshalb wurde ein generalüberholter Motor von der Fachfirma Anderson Aeromotive in Grangeville im US-Bundesstaat Idaho gekauft. Bei Probeläufen entdeckten die SCFA-Mechaniker Späne im Ölfilter. Also wurde der Motor abermals ausgebaut und zurückgeschickt. In Idaho lief er jedoch einwandfrei.

Im Herbst 2012 wurde das Triebwerk erneut installiert – und läuft seither ohne Auffälligkeiten. Zudem wurde ein weiterer Ersatzmotor aufgebaut, damit der Ausfall einer kompletten Flugsaison wie 2012 nicht noch einmal vorkommen soll.

Nur noch zwei sind flugfähig

Die Super Connie begeistert auf jeder Airshow ihr Publikum mit ihrer schlanken Silhouette. Wo bei anderen Propeller-Airlinern der Fünfzigerjahre eine wuchtige Heckflosse den Abschluss bildet, sind es bei der Connie drei filigrane Seitenruder. Die damals hochmodernen Curtiss-Wright-Cyclone-Triebwerke vom Typ R-3350 galten hingegen als ihre Achillesferse. Ziemlich oft mussten die Piloten und der damals noch vorgeschriebene Flugingenieur einen der hochgezüchteten 3250 PS starken 18-Zylinder im Flug abstellen.

Dennoch entwickelte sich die 1950 zum Erstflug gestartete Maschine zu einem Erfolgsmodell: Mehr als 850 Exemplare der Super Connie – wegen ihrer Reichweite auch «Königin des Atlantiks» genannt – wurden ausgeliefert. Derzeit ist weltweit nur eine weitere Maschine dieses Typs flugfähig: in Australien.