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Super Connie ist am Euro-Airport startbereit für die neue Flugsaison

Heute startet die Breitling Super Constellation vom Euro-Airport zu ihrem ersten Rundflug der Saison. Archiv/Kenneth Nars

Heute startet die Breitling Super Constellation vom Euro-Airport zu ihrem ersten Rundflug der Saison. Archiv/Kenneth Nars

Der Oldie-Airliner Super Constellation ist seit Kurzem wieder in Basel am Euro-Airport stationiert. Nach Wartungsarbeiten in Zürich und dem Pilotentrainingbeginnt heute die Flugsaison.

Jetzt ist sie wieder am Heimatflughafen: Seit wenigen Tagen ist die Basler Lockheed L-1049 Super Constellation, von allen nur kurz Super Connie genannt, wieder am Euro-Airport stationiert. Derzeit dürfen drei schweizerische sowie ein niederländischer Kapitän und ein Co-Pilot die Basler Connie fliegen, zwei von ihnen sind ehemalige Boeing-747-Captains. In der heute Samstag beginnenden Flugsaison ist auch ein neuer Pilot mit an Bord. Hans Breitenmoser aus dem Thurgau steuert im fliegerischen Alltag einen modernen Airbus. Allerdings ist er ebenfalls seit vielen Jahren mit den Oldtimern DC-3 und Junkers Ju 52 vertraut. Das hilft bei der Umstellung auf die 1955 gebaute viermotorige Connie.

Connie fliegt so tief wie möglich

Das neue Crewmitglied war beim Pilotentraining Anfang Mai im französischen Dole etwa acht Stunden mit der Connie in der Luft, seinen erfahrenen Kollegen reichen jeweils rund eineinhalb Flugstunden und vier oder fünf Landungen, um wieder vertraut mit der Maschine zu sein. Zuvor wurden bei der Winterwartung in Zürich-Kloten Teile des Leitwerks abmontiert, untersucht und teilweise überholt, um die Connie wieder flugfertig zu machen. Jetzt sind Maschine und Crew am Euro-Airport wieder vollständig einsatzbereit.

Die Maschine der Super Constellation Flyers Association (SCFA) ist allerdings nicht mehr für Instrumentenflüge, also Flüge in Wolken oder Nebel wie moderne Airliner, zertifiziert. Sie wird stattdessen ähnlich wie eine kleine Cessna oder Piper im Sichtflug betrieben. Die Connie-Crew fliegt bevorzugt in der erlaubten Mindestflughöhe in der Schweiz, also 1000 Fuss über Grund über bewohntem Gebiet, das sind rund 330 Meter über dem Boden. Das erlaubt den Passagieren eine spektakuläre Sicht auf die Landschaft. Weltweit gibt es ausser der Basler Maschine nur noch eine weitere fliegende Super Connie, die ist allerdings in Australien stationiert.

Heute erster Rundflug

Die Bildung der SCFA ist dem Einsatz flugbegeisterter eidgenössischer Privatleute zu verdanken: Im Frühjahr 2000 gründeten sie in Basel den Verein mit dem Ziel, eine Super Connie zu erwerben, flugfähig zu machen und später in der Schweiz mit Passagieren zu betreiben. Heute widmen sich rund 3000 SCFA-Mitglieder, unterstützt von Sponsoren, dem Erhalt ihres Airliners.

Die Connie-Saison für Passagiere beginnt heute mit einem Rundflug ab dem Euro-Airport Basel-Mulhouse-Freiburg über Nufenenpass und Airolo ins Tessin und wieder retour. In der Schweiz ist die Maschine unter anderem in Bern, Samedan und Payerne und weiteren Städten zu sehen. Und sie geht ins benachbarte Ausland: Die deutschen Flugplätze Speyer, Hahn und Eschbach-Bremgarten sind vorgesehen, dazu das belgische Florennes. Auch ein Österreich-Trip nach Wien ist im September geplant.

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