Weil die Spitalküche in Riehen mehr Platz braucht, muss eine 300-jährige Zeder weg. Die lokale SVP hat den Widerstand gegen die Fällaktion jetzt aufgegeben. Die Diakonissen-Kommunität kann die Zeder damit fällen.

Die Libanon-Zeder steht seit 300 Jahren auf dem Spitalplatz in Riehen. Doch ihre Tage sind gezählt. Denn die SVP gibt ihren Widerstand auf. Die Diakonissinnen hätten sich in einem Schreiben der Architekten an ihn zwar von der Fällaktion distanziert, ein verbindliches Versprechen wollen sie aber keines abgeben, teilt Eduard Rutschmann, Präsident der SVP Riehen mit.

Gesetz sofort anpassen

Um die geplanten baulichen Veränderungen am alten Spitaltraktgebäude nicht zu blockieren, zieht die SVP Riehen ihre Einsprache nicht weiter. Er nehme auch zur Kenntnis, dass die Kommunität der Diakonissen am Fällen der monumentalen Zeder aufgrund der unbefriedigenden heutigen Rechtslage nicht gehindert werden könne.

Rutschmann verlangt vom Riehener Gemeinderat nun, er das Baumschutzgesetz der Gemeinde sofort abändert und es an jenes der Stadt Basel anpasst. Dieses sieht unter anderem vor, dass Bäume mit mehr als 90 Zentimeter Stammumfang nur mit einer Genehmigung gefällt werden dürfen.

Ganz auf gibt die SVP noch nicht. Sie hofft noch immer, dass die Zeder doch noch stehen bleibt und unter dauerhaften Schutz gestellt werden kann. Solange es in Riehen allerdings kein entsprechendes Gesetzt gibt, ist das gar nicht möglich. (rsn)