In der für Syngenta wichtigsten Geschäftsregion Europa, Afrika und Mittlerer Osten hat der Konzern zweistellig zulegen können. Der Umsatz stieg hier, getrieben von der Entwicklung in den ehemaligen Sowjetstaaten, um 10 Prozent auf 1,93 Mrd. Dollar, wie Syngenta am Donnerstag mitteilte.

Zufrieden zeigte sich der Hersteller von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln auch mit dem Wachstum in Südosteuropa und Frankreich. In Frankreich etwa hätten neu eingeführte Fungizide sowie Mais- und Getreideherbizide eine zentrale Rolle gespielt, schreibt der Konzern in der Mitteilung.

Rückläufig war dagegen der Absatz in Italien und einigen nordeuropäischen Ländern. Dies sei auf die kühle und feuchte Witterung sowie den späten Start in die Anbausaison zurückzuführen.

Hoher Absatz in Brasilien

Positiv entwickelte sich das Geschäft in Nord- und Lateinamerika: In Nordamerika stieg der Umsatz um 6 Prozent auf 1,34 Mrd. Dollar und in Lateinamerika um 14 Prozent auf 568 Mio. Dollar. Tragend war vor allem Brasilien, wo der Absatz mit Fungiziden um mehr als 30 Prozent zulegte.

Nach Regionen betrachtet waren die Umsätze in den ersten drei Monaten lediglich in der Region Asien/Pazifik mit -1 Prozent auf 525 Mio. Dollar rückläufig. Ausschlaggebend war gemäss Syngenta die witterungsbedingt schwierige Anbausaison in Australasien.

Deutlich zulegen konnte das Unternehmen mit ihren Pflanzenschutzmitteln (Geschäftsbereich Crop Protection). Darunter fallen etwa Insektizide, Fungizide oder Herbizide. Total steigerte Syngenta den Umsatz mit diesen Produkten um 9 Prozent auf 3,1 Mrd. Dollar.

Der Umsatz mit Saatgut - etwa für Mais, Soja oder Feldfrüchte wie Sonnenblumen und Raps - stieg um 5 Prozent auf 1,3 Mrd. Dollar.

Anleger überzeugt

Mit den vorgelegten Zahlen vermochte Syngenta die Anleger zu überzeugen - trotz einigen kritischen Analystenstimmen, wonach vor allem die Verkäufe in Nord- und Lateinamerika bei Saatgut "signifikant" unter den Erwartungen gelegen hätten. Bis Mittag zogen die Syngenta-Papiere um 4,3 Prozent an, während der am Swiss Market Index (SMI) gemessene Gesamtmarkt um 0,5 Prozent zulegen konnte.