Öffentlicher Verkehr
Täglich nur noch 350'000 Fahrgäste – Basler Verkehrsbetriebe und Regierungsrat wollen Trams und Busse noch attraktiver machen

Der Öffentliche Verkehr ist bei den Baslerinnen und Baslern beliebt: Täglich sind rund 350'000 Fahrgäste in den Trams und Bussen der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) unterwegs. Aber die Zahlen im gesamten Tarifverbund Nordwestschweiz sind seit 2015 leicht zurückgegangen. Der Regierungsrat und die BVB wollen dem nun entgegenwirken.

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Der öffentliche Verkehr soll wieder attraktiver werden. Dazu gehören auch tiefere Preise und digitale Optionen, um Billette zu lösen.

Der öffentliche Verkehr soll wieder attraktiver werden. Dazu gehören auch tiefere Preise und digitale Optionen, um Billette zu lösen.

Roland Schmid

Über Jahre stieg die Fahrgäste-Zahl stetig. Seit 2015 sind die Einsteigerzahlen nun erstmals rückläufig, wie das Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt in einer gemeinsamen Medienmitteilung mit den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) schreibt.

Der Kanton und die BVB möchten dem Gegensteuer geben und den Bedürfnissen der Fahrgäste wieder mehr Rechnung tragen. Dazu gehören schnelle, komfortable und preislich attraktive Verbindungen. Das Bau- und Verkehrsdepartement und die BVB haben dazu gemeinsam Massnahmen erarbeitet.

In der vorliegenden Medienmitteilung werden drei Ziele genannt, welche bei der Strategie im Zentrum stehen sollen:

  • Die Tram- und Busverbindungen müssen schneller werden. Die derzeit nicht befriedigende Geschwindigkeit des ÖV ist ein Faktor, warum die Nachfrage nach ÖV-Leistungen zurückgeht und alternative Verkehrsmittel in Anspruch genommen werden.
  • Das Fahrausweis-Sortiment muss kundenfreundlicher werden. Die Fahrgäste wünschen nicht nur attraktivere Preise, sondern auch innovative digitale Angebote. Sie möchten unkompliziert reisen und möglichst mit einem einzigen Ticket unabhängig von Verbundgrenzen und Transportunternehmen unterwegs sein können.
  • Die Fahrgäste sollen verschiedene Verkehrsmittel problemlos kombinieren können. Bereits heute besteht dieses Bedürfnis und es wird weiter zunehmen. Der Kanton als Eigentümer hat die BVB beauftragt, das Thema proaktiv zu verfolgen und die Zusammenarbeit mit anderen Anbietern intensiv zu prüfen.

So soll der Raum Basel fit für die Zukunft gemacht werden. Dafür braucht es grössere Investitionen in Angebote und die ÖV-Infrastruktur. Das gilt einerseits für den Tram- und Busverkehr, aber auch für den Bahnverkehr. Insbesondere die trinationale S-Bahn soll ausgebaut werden. Die Stärkung des ÖV deckt sich mit den verkehrspolitischen Zielen des Kantons und trägt sowohl in der Stadt als auch in den umliegenden Gemeinden zur Lebensqualität bei.

Gemeinsam mit ihren Partnern im Tarifverbund Nordwestschweiz wollen das Bau- und Verkehrsdepartement und die BVB diese Massnahmen weiterentwickeln und in den nächsten Jahren schrittweise umsetzen. (mma)