Die Basler Verkehrsbetriebe (BVB) verbessern zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember erheblich das Angebot auf der nach Weil am Rhein verlängerten Tramlinie 8. Neu fahren die Trams unter der Woche zwischen 15.30 Uhr und 19.30 Uhr im 7,5-Minuten-Takt nach Deutschland. Bisher galt dann der 15-Minuten-Takt. Auch am Abend wird das Angebot verbessert: Statt wie bisher alle 30 Minuten fährt das Tram im 15-Minuten-Takt.

Der am Samstagnachmittag bereits bestehende 7,5-Minuten-Takt bleibt bestehen, wird aber zeitlich ausgedehnt. Er gilt schon ab 12 Uhr bis 19 Uhr. Laut Alain Groff, Leiter des Basler Amts für Mobilität, ist die Nachfrage auf dem Abschnitt Kleinhüningen–Weil mit 8000 bis 10 000 Fahrgästen pro Tag mit anderen Streckenabschnitten vergleichbar, auf denen ganztags im 7,5-Minuten-Takt gefahren wird. «Die Zahlen des Trams 8 übertreffen die kühnsten Erwartungen», freut sich Groff.

Genaue Zahlen, wie viele Pendler und wie viele Einkaufstouristen das Tram benutzen, gibt es laut Julia Tüshaus noch nicht. Sie ist im Amt für Mobilität für die Angebotsplanung zuständig. «Im allerersten Kurs um 4.56 Uhr ab Weil am Rhein sitzen aber schon Leute drin», erläutert sie.

Tram nach Weil stark ausgelastet

Derzeit fährt jedes zweite 8er-Tram nach Weil und ist schon in Basel stark ausgelastet. «Durch die Verdichtung hoffen wir, dass die Auslastung besser verteilt wird», erklärt Tüshaus. Groff argumentiert: «Die Nachfrage für Fahrten nach Weil besteht nachweislich und niemand hat ein Interesse daran, dass die Menschen vermehrt mit dem Auto fahren.» Genau das könnte aber passieren, wenn das Fahrplanangebot der Tramlinie nicht Schritt halte mit den Fahrgastzahlen. Mehr Autofahrten bedeuteten mehr Abgase und Lärm in den Wohnquartieren, mehr Stau und Ärger für alle Verkehrsteilnehmenden, letztlich auch mehr Behinderungen der Trams, führt Groff aus.

Das Amt für Mobilität begrüsse den Ausbau des Angebots aus fachlicher Sicht. Die endgültigen Entscheide dazu müssten aber noch «die politischen Behörden im Rahmen des Budgetprozesses fällen.» Tüshaus geht davon aus, dass es wegen der generierten Mehreinnahmen kaum zu Mehrkosten kommen wird.