Gault Millau

Tanja Grandits an der absoluten Spitze – und das sind die besten Restaurants von Basel

Tanja Grandits, die erfolgreichste Köchin der Schweiz, im Basler Restaurant Stucki.

Tanja Grandits, die erfolgreichste Köchin der Schweiz, im Basler Restaurant Stucki.

Tanja Grandits ist die erste Frau der Schweiz, die mit 19 Punkten von Gault Millau die Höchstnote erhält. Damit schafft sie Geschichte. Die bz zeigt alle ausgezeichneten Restaurants der Region Basel in einer Liste.

Ruhig und doch mit einem unglaublichen Tempo richtet Tanja Grandits gemeinsam mit ihren Küchenhelfern die nächste Kreation an, die sie den Gästen der Gault-Millau-Preisverleihung serviert. Nebenbei beantwortet die Köchin des «Restaurant Stucki» in den kurzen Verschnaufpausen Interviewfragen, auch für ein Gespräch mit ihrer Tochter findet sie mitten im Küchenstress Zeit. Nicht umsonst wir die 49-Jährige von Gault Millau als «Miss 1000 Volt» bezeichnet.

Serviert wird ein Fünfgangmenü, das mit Kreativität und interessanten Kombinationen überrascht. Neben Steinpilz-Tee und Fenchel-Sorbet steht beispielsweise auch Safran-Schaum auf dem Menüplan, welcher sich ausgezeichnet mit dem frischen Berglamm paart.

Endgültig an der Schweizer Spitze angelangt

Es ist eine grosse Bestätigung, die Grandits mit der diesjährigen Preisverleihung des renommierten Restaurantführers Gault Millau erhält. Schon 2014 erhielt die gebürtige Deutsche die Auszeichnung «Koch des Jahres». Damals aber nur mit 18 Punkten. Mit dem Aufstieg auf 19 Punkte – die höchste Punktzahl, welche in der Schweiz vergeben wird – gehört sie nun einem exklusiven Kreis von Schweizer Spitzenköchen an. Lediglich acht Restaurants und ihre Küchenchefs können die Maximalpunktzahl vorweisen. Die Ehre, gleich zweimal zum Koch des Jahres gewählt worden zu sein, kam bisher neben Grandits nur vier anderen zuteil.

Die Meisterin selbst gibt sich bescheiden: «Die Auszeichnung fühlt sich sensationell an. Aber nicht nur für mich, sondern für das gesamte Team», so die frisch gebackene Köchin des Jahres. So sei es auch jenes Küchenteam, welchem sie den Aufstieg in die 19-Punkte-Liga verdanke. Mit Beständigkeit sei ihre Mannschaft immer hinter ihr gestanden und, sie seien während der stetigen Weiterentwicklung der vergangenen Jahre schon fast zu einer Familie zusammengewachsen. Einer der Kellner bestätigt diesen Zusammenhalt: «Die Preisvergabe war für uns alle sehr emotional, wir sind unglaublich stolz auf Grandits und uns», so der junge Mann.

Keine Absteiger in der Region Basel

2020 ist für Gault Millau ein besonderes Jahr, weil Grandits die erste weibliche Köchin ist, welche in der Schweiz die 19 Punkte erreicht. Gault-Millau-Chefredaktor Urs Heller ist überzeugt, dass Grandits «so gut wie noch nie» koche. Auch wenn sie laut eigenen Angaben «nicht viel Wert auf Genderfragen» legt, hofft sie trotzdem, mit dem Erfolg ein Vorbild für junge Köchinnen zu sein.

In der Region Basel wurden dieses Jahr 22 Restaurants mit Gault-Millau-Punkten ausgezeichnet. Nur das «5 Signori» (geschlossen) und das «Schloss Binningen» (neuer Küchenchef nach Redaktionsschluss von Gault Millau) fallen weg. Zu den Aufsteigern mit einem Zuwachs von einem Punkt gehören neben dem «Stucki» und dem «Schloss Bottmingen» auch die beiden Basler Restaurants «Roter Bären» und das «Roots», welches erst vergangenes Jahr mit der Auszeichnung «Entdeckung des Jahres» in den Restaurantführer aufgenommen wurde und nun 17 Punkte erhielt.

Die Gault Millau Restaurants in der Region Basel

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