Basel

Taschenbörse am Samstag: Mit gutem Gewissen sich eine neue Tasche kaufen

Eine Auswahl der über 3000 gesammelten Taschen. zvg

Eine Auswahl der über 3000 gesammelten Taschen. zvg

Die Frauen Service-Clubs Zonta Basel und Soroptimist haben 3000 Taschen gesammelt, um sie für einen guten Zweck zu verkaufen. Mit dem Erlös des Taschenmarktes kommt gewaltbetroffenen Frauen und dem Frauenhaus zu Gute.

Jede Frau hat eine, die meisten haben sogar die eine oder andere mehr: Taschen. Sie gehören einfach zu Frauen, sind Accessoire und Nutzgegenstand zugleich. Oft sind sie aber nach ein paar Saisons out oder gefallen Frau nicht mehr. Wohin mit den Taschen, wenn selbst im Schrank kein Platz mehr verfügbar ist?

Die beiden Frauen Service-Clubs Soroptimist und Zonta Basel und Liestal sind gerne die Abnehmer. Die Idee dahinter ist, dass die beiden weitestgehend unbekannten Service-Clubs auf sich aufmerksam machen wollen, wie Edith Rutz, Präsidentin von Soroptimist und Annemarie Schelling, Präsidentin von Zonta, im Namen ihrer Clubs und der Aktion «Taschen helfen Frauen» verlauten lassen.

Ausserdem ist es eines der Ziele beider Clubs, gewaltbetroffene Frauen zu unterstützten. Deshalb geht der Erlös ans Frauenhaus. Dafür haben die Organisatorinnen seit ein paar Monaten Taschen gesammelt, wie Rutz sagt: «Wir haben bereits über 3000 Taschen bekommen, und es werden immer mehr. Wir sind absolut überwältigt davon.»

Wer jetzt denkt, dass nur ausrangierte und abgenutzte Taschen dabei sind, täuscht sich. «Wir haben sehr schöne Taschen. Man merkt, dass viele Frauen ihre Taschen lieben und besonders achtgeben. Wir haben bei vielen Taschen selber gedacht <die würde ich kaufen!>», so Rutz. Das Sortiment sei riesig. Von der Umhängetasche über die Abendtasche, Portemonnaies, Aktentaschen oder klassischen Handtaschen bis hin zu Rucksäcken sei alles dabei. Die Preise beginnen bei fünf Franken. «Es gibt auch wertvollere Taschen, zum Teil sogar Designertaschen von beispielsweise Louis Vuitton», verraten die Organisatorinnen.

Zu kaufen sind die Taschen am morgigen Samstag zwischen 11 und 16 Uhr in der Elisabethenkirche. «Ich bin mir sicher, dass hier jede Frau eine Tasche findet, die sie unbedingt haben will. Auch wenn sie eigentlich gar nicht vor hatte, eine zu kaufen», sagt Rutz lachend. (cfe)

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