Wo dereinst die Überbauung «Am Walkeweg» stehen soll, werden 30 Flüchtlingsfamilien ein vorübergehendes Zuhause finden. Neben dem Tramdepot an der Münchensteinerstrasse sollen die 150 Menschen in Containern untergebracht werden, wie die Regierung mitteilt. Die Anwohner seien bereits über die Pläne informiert worden. Auf der einen Seite wird das Areal durch Bahngeleise begrenzt, auf den Längsseiten durch das Tramdepot und Schrebergärten. Und das Gebäude Münchensteinerstrasse 103 bildet sozusagen den Abschluss gegen das Bauhinweglein zu. «Der Wohnkomplex ist architektonisch als in sich geschlossene Einheit geplant», heisst das in offizieller Sprachregelung. Dazu sollen neben den Wohncontainern, die auch über eigene Küchen und Toiletten verfügen, Büroräume für das Betreuungspersonal kommen. Dazu ein Spielplatz für Kinder und ein Schulungsraum.

Ein Jahr Bauzeit

Die Wohncontainer sollen in gut einem Jahr zur Verfügung stehen, Nicole Wagner, die Leiterin der Sozialhilfe, die den Betrieb übernehmen wird, sagt: «Das Erstellen von Wohncontainern beansprucht fast gleich viel Zeit wie das Erstellen eines Neubaus.» Allerdings wurde im zürcherischen Leutschenbach eine Siedlung für 114 Personen innerhalb von zwei Monaten fertiggestellt. Dass Container überhaupt notwendig werden, liegt daran, dass bis Sommer 2016 70 andere Plätze wegfallen, die derzeit als Zwischennutzungen angeboten werden. Bevor das Containerdorf gebaut werden kann, muss der Grosse Rat noch die knapp sieben Millionen Franken bewilligen, die Erstellung und Betrieb kosten sollen.

Angesichts der Flüchtlingsströme erscheinen 150 neue Plätze als wenig, doch Wagner sagt: «Vorläufig reichen sie aus. Es ist aber in der Tat so, dass die Sozialhilfe mit Hinblick auf die Prognosen ununterbrochen am Suchen von zusätzlichem Wohnraum ist.»