«An der Baselworld haben wir mehr Arbeit als sonst. Natürlich gibt es aber gleichzeitig auch mehr Konkurrenz, so egalisiert sich die Lage wieder», sagt Andreas Krasniqi, Inhaber der Taxizentrale Basilea AG. Er ist nicht optimistisch, was die momentane und zukünftige wirtschaftliche Lage für die Taxi-Unternehmen angeht.

Felix Mayer, verantwortlicher Geschäftsführer der 33er Taxi AG, bezeichnet die Baselworld als gute Messe für die Taxi-Unternehmen. Er ist allgemein zufrieden damit, wie es läuft. Doch sagt er: «Wir haben weniger zu tun als an früheren Messen. Das liegt aber auch am Rückgang der Besucher- und Ausstellerzahlen.» Dies ist in Anbetracht der 200 weniger Aussteller im Vergleich zum Vorjahr durchaus verständlich. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren sind es sogar 1000 Aussteller weniger, die an der Messe ihre Produkte zur Schau stellen.

Ausländer nutzen Uber

«Trotz der guten Phase, die durch die Messe bedingt ist, spüren wir die Konkurrenz durch Uber», räumt Mayer ein. Die Gäste, die aus der ganzen Welt anreisen, seien sich den alternativen Fahrdienst aus ihren Heimatländern gewohnt und würden diesen dann auch in Basel in Anspruch nehmen.

Taxi-Unternehmer Krasniqi ärgert sich sehr über die Uber-Konkurrenz und sieht schlimme soziale Konsequenzen in Form von Unruhen und Aufständen von Seiten der Taxi-Fahrer voraus. «Ändern kann ich es nicht, aber es ist wahnsinnig. Ich frage mich wie lange es geht, bis es wirklich knallt», sagt er.

Unzufrieden mit der Uber-Situation in Basel ist auch ein Chauffeur des AirportTaxi-Unternehmens. Anscheinend nehmen die Leute also schon bei Ankunft am Flughafen lieber ein Uber-Fahrzeug als ein Taxi. Auch dieses Unternehmen spürt den Rückgang der Messeaussteller und –besucher.

Der umstrittene US-Fahrdienst wittert das Baselworld-Geschäft. Mit speziellen gratis Oldtimer-Fahrten buhlte das Unternehmen um zusätzliche Kunden. Ganz anders im normalen Geschäft: Hier gilt Angebot und Nachfrage, hier schlug der Preis vergangene Woche gehörig auf. Um kurzfristig mehr Fahrzeuge auf die Strasse zu bekommen, verteuerte sich der Spass zuweilen um das 2,4-Fache. Das kann man auf verschiedene Art und Weise interpretieren: Der hohe Preis macht die traditionellen Taxis (preislich) konkurrenzfähiger. Aber: Die Konkurrenz wird physisch, mengenmässig, stärker. Es sind mehr Taxis auf der Strasse, die Kunden bedienen.

Taxis durch die Innenstadt

Die Unruhen kämen unter anderem auch durch die sehr strenge Behandlung von Taxi-Fahrern durch die Polizei zustande. Im Gegensatz zu Uber-Fahrer dürfen Taxis zwar in die Innenstadt fahren, doch würden sie innerhalb dieser Fahrzonen äusserst streng bewacht. Dies besonders während der Messe. «Wehe, man fährt einen Schritt weiter, als erlaubt ist, dann bekommt man gleich eine Busse von 100 Franken», sagt Krasniqi.