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Technikproblem bei der SBB: Im Raum Basel kam es zu Zwangsbremsungen

Ein Intercity-Zug der SBB (Symbolbild, Archiv)

Zwangsbremsungen im Raum Basel.

Ein Intercity-Zug der SBB (Symbolbild, Archiv)

Wie Blick am Dienstagmorgen berichtet, macht die neueste Version der Zugsicherheitstechnik ETCS Probleme. Die Technik greift im Notfall ein und sorgt für die Überwachung der Geschwindigkeit. Bis anhin funktionierte sie ohne grössere Zwischenfälle.

Wie der Tages-Anzeiger bereits am Samstag berichtete, gab es Anfang Dezember einen Systemwechsel bei der SBB. Seither würden alle Passagierzüge mit dem entsprechenden Update verkehren, was zur Folge habe, dass die Züge langsamer in den Bahnhof einfahren müssen. Ab welchem Punkt die neue Obergrenze gelte, sei den Zugführern nicht genau bewusst.

Hier zeigt sich das grosse Problem, denn wenn der Grenzwert nur minim überschritten wird, wird eine Zwangsbremsung ausgelöst, wie ein Lok-Führer am Dienstag nun gegenüber dem Blick bestätigte. Derselbe Lokführer berichtet dort von Zwangsbremsungen spezifisch im Raum Basel und von anderen Lokführern, die im «im roten Bereich» drehen.

«In Basel kam es zu Beginn der kommerziellen Fahrten zu Zwangsbremsungen, da ein Fehler in der streckenseitigen Projektierung vorlag, welche bei den Prüfarbeiten nicht entdeckt wurde», sagt Sprecher Reto Schärli gegenüber Blick. 

Die SBB habe Verbesserungen in Aussicht gestellt. Die Auswirkungen auf die Abbremsung der Fahrzeuge im Realbetrieb habe sie unterschätzt.

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