Nationalratswahlen

Technologie-Offensive: Die Basler CVP startet in den Wahlkampf

Vier neue Vorstösse und ein siebenseitiges Positionspapier: Die Basler CVP legte zum Start ihres Wahlkampfes eine regelrechte Technologie-Offensive vor.

«Einen Heissluftballon steigen lassen kann jeder, wir wollen mit Themen punkten», sagte CVP-Präsident Balz Herter an der Medienkonferenz mit einem Seitenhieb auf die Wahlkampfaktion der FDP. Als Treffpunkt wählte die Partei das Smart City Lab auf dem Areal Wolf aus – den «innovativsten Ort der Stadt», wie Herter betonte.

Die Forderungen der Partei, die im Technologiewandel «Potenzial zu mehr Effizienz und Effektivität» sieht, sind umfassend und ziehen sich über Bildungs-, Arbeits- und Wirtschaftsthemen hinweg. Das Papier biete Denkanstösse und solle eine Diskussion lancieren, die in Basel längst überfällig sei. So will die CVP die Arbeitswelt mit flexibleren Arbeitszeiten und ortsungebundenen Arbeitsplätzen revolutionieren. Lebensbereiche würden sich heute zunehmend vermischen, weshalb es ein neues Verständnis von Arbeitszeiten und Arbeit brauche, sagte Grossrätin Andrea Knellwolf vor den Medien.

Im Fokus der neuen Technologieoffensive der Partei steht auch die staatliche Kommunikationsstrategie. So träumen die Basler CVP-Exponenten davon, alle Apps des Kantons zu einer einheitlichen Plattform zu fusionieren. Damit will die Partei nicht nur eine Effizienzsteigerung beim Kanton, sondern auch weniger administrativen Aufwand für Bevölkerung und Wirtschaft garantieren.

Die Partei möchte raus aus der «Biederkeitsecke»

Das Ziel der CVP ist eindeutig: Sie will im Herbst ihren Sitz im Nationalrat zurückerobern, den Markus Lehmann vor vier Jahren verloren hatte. Dafür investiert sie vor allem in ihren Online-Auftritt. Mit ihren neuen Wahlvideos, für den sie den grössten Teil des Budgets von rund 100 000 Franken hergab, möchte die Partei besonders die junge und häufig abstinente Wählerschaft für sich gewinnen. «Wir hoffen, dass uns der frische Wind aus der Biederkeitsecke rausholen wird», so Knellwolf.

Nebst Knellwolf und Herter weitere Anwärter auf einen Nationalratssitz sind Vizepräsidentin Manuela Brenneis-Hobi, der Riehener Einwohnerrat Patrick Huber und der Riehener Gemeinderat Daniel Albietz. (mel)

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