Herbstmesse

Tee trinken und gute Schuhe: Das sind die Regen-Tipps der Messe-Standbetreiber

Die Standbetreiber trotzen auf dem Petersplatz dem nass-kalten Herbstwetter. Einer der wenigen, der sich über den Wettereinbruch freut, ist der «Schoggi-Peter».

Die Kinder ziehen ihre farbige Mützen mit Bommel tief über die Ohren. Den Eltern muss es schwergefallen sein, sich zwischen Winter- und Gummistiefeln zu entscheiden. Während sich die Kleinen durch Hüpfen warmhalten, greifen die Erwachsenen am Montagnachmittag zu Glühwein und Glühmost.

Auch die Standbetreiber auf dem Petersplatz mussten sich am dritten Herbstmessetag die dicken Wollpullover und Winterjacken überziehen. Verena Steck vom Dadalaris Pavillon blickt in den grauen Himmel: «Aber das ist eben das Herbstmessewetter.» Die Hutverkäuferin sagt, sie setze nun auf das «Zwiebelsystem». Schicht um Schicht, bis sie nicht mehr friert.

Die perfekte Zeit für «heissi Schoggi»

Eine ähnliche Strategie verfolgt Nannette Graf von der Leibacher Biber-Manufaktur. Sie habe sich «wie zum Skifahren» angezogen. Ihr Tipp: «Schuhe mit dicken Sohlen sind ein Muss. So kommt die Kälte nicht durch. Hat man nämlich kalte Füsse, dann hat man verloren.» In ihrem Häuschen neben dem doppelstöckigen Karussell steht aber auch eine Elektroheizung parat. Graf: «Die stellen wir aber erst an, wenn es weniger als zwei Grad hat.»

Während sich Besucher und Verkäufer für die kommenden kalten Tage wappnen, kann der «Schoggi-Peter» seine Freude über den Wettereinbruch nicht verbergen: «Vermutlich bin ich einer der wenigen hier, der sich über die Kälte und den Regen freut», sagt Peter Meier. Seit vier Jahren ist er mit seinem Häuschen auf dem Petersplatz. Vor dem zahnmedizinischen Institut und neben dem Schirmverkäufer braut und verkauft er seine «heissi Schoggi». Der nasskalte Herbst sei «die perfekte Zeit dafür».

«Mein Tipp: Ingwertee»

Meier machen die kühlen Temperaturen denn auch nichts aus. Sollte es doch mal zu kalt werden, trage er einen warmen Mantel unter der weissen Kochjacke. «Die Herbstmesse ist immer eine Lotterie, was das Wetter betrifft», so Meier. «In meinem Häuschen bin ich aber gut geschützt vor Wind und Regen.» Dieses hat er selbst konstruiert und bemalt. Und es existiert in zwei Variationen: ein herbstliches für die Herbstmesse, ein weihnachtliches für den Weihnachtsmarkt.

Auch Renée Hachem vom Holzart-Stand sieht die Herbstmesse als Vorbereitung für den Weihnachtsmarkt. Seit fast 30 Jahren verkauft sie auf dem Petersplatz ihre Seidenschals und Holzwaren. «Mein Tipp: Ingwertee. Und ein Seidenschal um den Hals», meint Hachem. «Das wärmt.»

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