Jubiläum
Telebasel feiert 20-jähriges Jubiläum: Vom Stadtkanal zum Regionalfernsehen

Telebasel feiert heute seinen zwanzigsten Geburtstag mit einer 12-stündigen Livesendung. Seine Anfänge nahm alles 1993 mit der Nachrichtensendung «7vor7». Heute ist das Programm mit Live-Übertragungen, Kochsendungen und Reportagen um vieles reicher.

Nicolas Drechsler
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Gehört heute zum festen Bestandteil von Telebasel: die dreitägige Fasnachtsberichterstattung.

Gehört heute zum festen Bestandteil von Telebasel: die dreitägige Fasnachtsberichterstattung.

Telebasel

Ein Feuerwerk werde die Jubiläumssendung von Telebasel, sagte Chefredaktor Surbeck in heiserem Schaffhauserdeutsch in der Sendung «Telebar.» Und wiederholte es gleich noch mal: «es Füürwäärch».
Telebasel feiert heute sein 20-jähriges Bestehen. Damals, 1993, ging der «Stadtkanal» mit seiner Nachrichtensendung «7vor7» zum ersten Mal auf Sendung.

Seither hat sich viel getan: Das Programm wurde in mehreren Schritten massiv ausgebaut, heute gibt es dreimal täglich Nachrichten, dazu Live-Talkshows, Kochsendungen, Hintergrundreportagen und Live-Übertragungen von Wahlen, Abstimmungen, vom Chienbäse, der Fasnacht und vielem mehr.

Fernsehen als Stiftung

Die Grundstruktur ist dieselbe geblieben: Der Sender gehört der Stiftung Kabelnetz, an seiner Spitze steht ein Stiftungsrat. Finanziert wird das Regionalfernsehen aus Kabelgebühren der Cablecom, Splittingeinnahmen aus den Billag-Gebühren und Werbung.

Dass der «Stadtkanal» Geschichte ist, zeigt auch die Jubiläumssendung: Sie beginnt an den äussersten Ecken des Sendegebiets, in Liesberg und in Wallbach. Dann geht es über verschiedene Stationen ins Hauptquartier an der Basler Steinenschanze.

Geschäftsführer Dominik Prétôt gesteht ein, dass es kein einfacher Entscheid war: «Es wird intern immer wieder kontrovers diskutiert, warum wir nicht einfach eine Show auf dem Barfi machen. Aber ein grosser und wichtiger Teil unserer Zuschauer wohnt auf dem Land.»

Die Liveschaltungen erfolgen mit tragbarem Equipment in Rucksäcken, das Telebasel in letzter Zeit immer wieder für Aussenübertragungen eingesetzt hatte und sich so einen Übertragungswagen sparen konnte.

Teure Sause zum Zwanzigsten

Geld, das die Sondersendung nun gut gebrauchen kann. Prétôt schätzt: «Das wird unter Garantie teurer als eine dreitägige Fasnachtsberichterstattung.» Aber man wolle den Zuschauern etwas bieten, für die 20-jährige Treue. Von einem VIP-Empfang hätten die Zuschauer nichts. Es gäbe Gäste im Studio, aber «die müssen auch alle etwas für die Sendung leisten.»

Vorbereitet sei fast alles, nun hoffe er, dass die televisionäre Geburtstagsparty gut gelinge. Denn eine Livesendung ist immer ein Risiko. Auch noch nach 20 Jahren Erfahrung.

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