Zuerst Berlin, dann Zürich und jetzt Basel. Nach über einem Monat kehrt die Basler Band «The bianca Story» in ihre Heimat zurück. Ihr Stück «Gilgamesh must die!», eine Mischung aus Konzert und Theater feierte in Deutschland Erfolge. Die Auftritte an der Deutschen Oper in Berlin waren jeden Abend ausverkauft.

Dass sie nun mit der gesamten Produktion in die Schweiz und insbesondere auch nach Basel können, sei genial, sagt Bandmitglied Fabian Chiquet. Mit der gesamten Produktion meint Chiquet die Opernsängerin, die Schauspielerin und die 14 Jugendlichen, die im letzten Monat fast täglich mit der Band auf der Bühne performte.

(Quelle: youtube.com/DeutscheOperBerlin)

«Gilgamesh Must Die!» (Making-of)

Die Jugendlichen, alles «Berliner Stadtkids», wie Chiquet sagt, übernachten in einem Lagerhaus in Läufelfingen. Für die sei die Reise in Schweiz ein riesen Erlebnis. Aber auch für die fünfköpfige Band «The bianca Story» war es wichtig, in Basel zu spielen. Denn vor heimischem Publikum sei es etwas ganz anderes. «Plötzlich gibt es bekannte Gesichter, die zu dir hinaufschauen. Freunde, Familienmitglieder, Bekannte.»

Wobei es Chiquet nicht leichter fällt vor Publium zu spielen, das er kennt – im Gegenteil: «Ich bin dann fast noch nervöser. In Berlin kennt mich niemand. Hier will ich zeigen, was ich kann.» Das erste Konzert ist bereits am Mittwochabend in der Kaserne. Am Donnerstag und Freitag gibt es das Konzerttheater nochmals zu sehen, wobei die Tickets für den Freitag schon ausverkauft sind.

25 Konzerte am Stück

Auf der bisherigen Tour haben sie schon einige Höhepunkte erleben dürfen, sagt Chiquet. «Die Premiere in Berlin war ein spezieller Moment.» Auch die gute Medienresonanz habe den jungen Musiker gefreut. Die Auftritte in der Zürcher Gessnerallee seien entgegen der Erwartung der Band sehr toll gewesen. «Wir haben erwartet, dass das Publikum verhalten sein wird. Zuletzt feierten die Leute aber noch mehr als diejenigen in Berlin.»

Bis zu ihrem Abschlusskonzert am zweiten Mai in Bern wird «The bianca Story» 25 Konzerte in nur kurzer Zeit gespielt haben. Wie verliert man bei so vielen Auftritten nicht die Energie auf der Bühne? «Indem man liebt, was man tut», sagt Chiquet. Alle Bandmitglieder haben sehr viel Spass daran, was sie tun und können darum immer authentisch und motiviert bleiben. Darum seien sie auch traurig, wenn alles wieder vorbei ist. «Man fällt immer ein wenig in ein Loch und braucht Zeit, um sich zu erholen.»

Pläne für die Zukunft gibt es schon. Wie diese genau aussehen, will Chiquet noch nicht verraten. «Es ist noch nichts in Stein gemeisselt, aber Projektideen sind vorhanden», sagt er. Erstmal wartet sowieso noch ein Sommer voller Festivalauftritte auf die Basler-Band.