Basel

Theater Basel prüft Preise und Abstriche

Theater Basel (Archiv)

Theater Basel (Archiv)

Nach dem Baselbieter Nein zu mehr Theaterbeiträgen ist das Theater Basel zwar zuversichtlich für die nächste Saison. Geprüft werden aber höhere Eintritte und Angebotsabstriche, gesucht wird mehr Geld.

Folgen hatte der Urnengang bei der Suche neuer Spartenchefs.

Die nächste Saison werde «so wie die letzten fünf», sagte der Basler Theaterdirektor Georges Delnon am Freitag vor den Medien. Sie werde «nicht nur ein Notprogramm», erklärte Martin Batzer, Verwaltungsratspräsident der Trägergenossenschaft. Trotzdem muss das Theater Abstriche prüfen.

Nachdem im Kanton Baselland eine Erhöhung der Theaterbeiträge um 4,25 Millionen Franken jährlich am 13. Februar ab der Urne knapp verworfen wurde, hat zwar in Basel-Stadt die Regierung dem Parlament eine Soforthilfe beantragt. Laut Batzer bleibt aber gleichwohl eine Unterdeckung von derzeit rund einer Million Franken.

Der Verwaltungsrat habe daher das Theater beauftragt, Mehreinnahmen anzustreben; so bei den Eintrittspreisen - abgefedert mit Treueprämien -, bei den Beiträgen der umliegenden Gemeinden und beim Sponsoring. Gleichzeitig müssten aber auch Einsparungen vorbereitet werden für den Fall, dass es sie braucht.

Über Änderungen bei den Preisen und den neuen Spielplan will das Theater Ende April informieren. «Variablen» - je nach Sponsor- und Gemeinbeiträgen - sind laut Delnon «eine Oper mehr oder weniger, ein Schauspiel mehr oder weniger, ein Ballett mit oder ohne Orchester sowie die französischen und englischen Abonnements».

Kandidaten abgesprungen

«Sehr schwierig» sei zudem jetzt die Suche nach einer Nachfolge für Operndirektor Dietmar Schwarz und Schauspielchef Elias Perrig; beide verlassen Basel nach der nächsten Saison. Zum Stand der Dinge gabs keine Informationen. Die Frage, ob wegen des Referendums in Baselland schon Kandidaten abgesprungen seien, beantworte Delnon jedoch mit «Ja».

Batzer verwies im übrigen darauf, dass das Theater über die Saison 2011/2012 hinaus noch nicht planen könne: Die von der Basler Regierung geplante Jahressubventionen von 30,1 Millionen Franken - 1,5 Million mehr als heute - reichten alleine nicht. Gestrichen werden darum auch Pläne wie der Ausbau der Theaterpädagogik oder Aufführungen in Augusta Raurica.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1