Im vergangenen Oktober haben die Basler Architekten ihr privates Immobilienportfolio um die Liegenschaft der ehemaligen Firma Burkhardt-Jundt AG an der Mailand-Strasse 28 auf dem Dreispitz erweitert. Auf Anfrage, wie denn die Liegenschaft in Zukunft genutzt werden soll, wollte der Pressesprecher des Büros damals noch keine Auskunft erteilen.

Nun ist klar, wofür die Halle des ehemaligen Spediteurs verwendet wird, zumindest in Form einer Zwischennutzung. Im August und September wird dort die Musiktheaterproduktion «Volk & Glory zwischen Stuhl und Bank» gezeigt. Initiantinnen des Projekts sind die Musikerin Christina Volk und die Schauspielerin Ursina Gregori. Die beiden Baslerinnen haben sich unter dem Namen Volk & Glory in der Kleinkunstszene einen Namen geschaffen. Musiktheaterproduktionen und Esstheater stehen in ihrem Repertoire.

Als Zwischennutzerinnen der Burkhardt-Jundt-Liegenschaft «erforschen sie die Geschichte des Ortes und dehnen den Begriff Zwischennutzung in alle erdenklichen Richtungen». So heisst es jedenfalls in einer Mitteilung der Basler Staatskanzlei. Unter der Regie von Antonia Brix und in Zusammenarbeit mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern wollen sie sich mit den Themen Vergänglichkeit, Alter, Zerfall und Veränderung auseinandersetzen.

Die Kulturproduktion im Haus von Herzog & de Meuron wird von der Basler Regierung mit 25'000 Franken aus dem Swisslos-Fonds unterstützt.