Wahlvorschlag

Thierry Moosbrugger soll Co-Ombudsmann in Basel-Stadt werden

Der vom  Grossen Rat zur Wahl vorgeschlagene Theologe und Kommunikationsfachmann Thierry Moosbrugger.

Der vom Grossen Rat zur Wahl vorgeschlagene Theologe und Kommunikationsfachmann Thierry Moosbrugger.

Thierry Moosbrugger soll zweite Basler Ombudsperson werden. Die Wahlvorbereitungskommission schlägt dem Grossen Rat den 51-Jährigen zur Wahl vor, wie sie am Montag mitteilte. Als Co-Ombudsperson schon gewählt ist Elisabeth Burger Bell; sie tritt das Amt am 1. Februar an.

Moosbrugger ist Theologe mit Uni-Lizenziat und Kommunikationsfachmann. Seit 2012 leitet er die Öffentlichkeitsarbeit der katholischen Kirche Basel-Stadt und Basel-Landschaft; davor hatte er die katholische Jugendarbeit im Baselbiet geleitet. Der Grosse Rat soll die Wahl im Januar vornehmen.

Derzeit in Waldenburg BL wohnhaft, soll Moosbrugger per Dezember in den Stadtkanton ziehen, wie die Kommission weiter mitteilte. Die gesetzliche Wohnsitzpflicht für Ombudsleute in Basel-Stadt gelte per Wahltermin.

Auslöser der Neubesetzung ist die Pensionierung von Beatrice Inglin-Buomberger nach zwölf Jahren per Ende Januar. Sie war 2014 nach dem Rücktritt von Co-Ombudsmann Dieter von Blarer alleinige Ombudsfrau geworden. Der Grosse Rat hat indes 2016 Jobsharing als Prinzip für diese 100 Stellenprozente beschlossen, je mit einer Frau und einem Mann.

Mit Burger Bell hatte die Kommission als Co-Ombudsman im Mai den langjährigen Kantonsverwaltungs-Kadermann Thomas Riedtmann vorgeschlagen. Dieser zog seine Kandidatur aber nach linker Kritik zurück, sodass das Parlament erst Burger Bell wählte. Diese ist ab 1. Februar zunächst alleinige Ombudsfrau, bis Moosbrugger am 1. Juni antritt.

Für die erneute Ausschreibung der vakanten halben Stelle hatten sich 20 Männer und 10 Frauen interessiert. Laut einem Kommissionssprecher waren ein halbes Dutzend Bewerbungen in der engeren Wahl, die dann mittels eines Test-Falles entschieden wurde - den habe Moosbrugger in den Augen des sechsköpfigen Wahlvorbereitungsgremiums am besten gelöst.

Die Ombudsstelle kümmert sich um Anliegen und Beschwerden. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen neben der Kantonsverwaltung auch Institutionen und Organisationen, die überwiegend vom Kanton finanziert werden, nicht jedoch die gesetzgebenden und die richterlichen Behörden.

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