Grosser Rat

Thomas Gander will das Basler SP-Fraktionspräsidium

Thomas Gander: «Inhaltlich soll man sich fetzen dürfen.»

Thomas Gander: «Inhaltlich soll man sich fetzen dürfen.»

Die Basler SP-Fraktion ist die grösste im Grossen Rat. Jetzt will Thomas Ganser das Präsidium von Beatriz Greuter übernehmen.

Der Basler Grossrat Thomas Gander will Beatriz Greuter in ihrer Rolle als SP-Fraktionspräsidentin beerben. Flankiert von seinen Kolleginnen Alexandra Dill und Sarah Wyss hat er sich für das Amt beworben, wie er gegenüber der bz bestätigt. «Wir repräsentieren mit unseren Personen die heterogene Zusammensetzung unserer Fraktion gut», sagt er zu diesem Dreigestirn.

Geeint auftreten

Ein Anliegen sei ihm, dass eine gute und konstruktive Diskussionsbasis innerhalb der Fraktion und zwischen dieser und ihren Regierungsmitgliedern vorhanden sei. «Inhaltlich soll man sich fetzen dürfen, muss auch nicht immer gleicher Meinung sein – aber auf eine achtvolle Kommunikation lege ich Wert», so Gander. Sein erklärtes Ziel: Das Potenzial der Fraktion mit Blick auf die Wahlen 2020 bündeln, «wo wir im Basler Parlament eine rot-grüne Mehrheit erreichen wollen».

Das Fraktionspräsidium der SP ist eine wichtige Rolle. Die Basler SP-Fraktion ist die grösste im Grossen Rat und beinhaltet verschiedene politische Strömungen. Allgemein tritt sie sehr geeint auf: Das Stimmen gegen die Fraktion wird äusserst ungern gesehen. Beatriz Greuter hat zuletzt durchsetzen können, dass kaum Mitglieder vom beschlossenen Stimmverhalten abgewichen sind – höchstens einmal eine Enthaltung wurde geduldet.

Dass Gander zusammen mit Wyss und Dill den Job nun übernimmt, scheint beschlossene Sache, auch wenn die Wahl erst am 5. Dezember stattfindet: Mitbewerber sind bislang nicht in Sicht. Sowohl für Gander als auch für Wyss darf die Bewerbung auch als Zeichen gegen innen angesehen werden. Beide hatten über Twitter verlauten lassen, für die Nationalratsliste zu kandidieren. 

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