Ein kleines kuschliges Kätzchen, das immer da ist zum Spielen und herumtollen. Viele Kinder wünschen sich einen solchen Gefährten zu Weihnachten. Und hin und wieder geht dieser Wunsch auch in Erfüllung. Oft aber mit fatalen Folgen: Wurde vorher nicht abgeklärt, ob in der Familie eine Tierhaarallergie vorliegt, der Vermieter mit der Tierhaltung einverstanden ist oder die Betreuung des Kätzchens gewährleistet werden kann, muss der kuschlige Welpe oft wieder zurückgegeben werden. Das bedeutet nicht nur traurige Kinderaugen, sondern auch Stress für das Tier.

Wenn ein Tier nach einigen Wochen wieder in das Heim zurückgebracht wird, muss es sich dort erst einmal wieder an den neuen Tagesablauf, das veränderte Umfeld, die Pfleger und die tierischen Kollegen gewöhnen,» sagt Béatrice Kirn, Geschäftsleiterin des Tierschutzes beider Basel (TBB).

Sie ruft dazu auf, an Weihnachten keine Tiere spontan zu verschenken: «Es ist wichtig, dass sich Tier und Halter erst kennenlernen und alle notwendigen Abklärungen im Voraus getroffen werden. «Von heute auf morgen geht das nicht», sagt Kirn. Deshalb sei es im Tierheim auch üblich, ein Wochenende mit dem Tier zu verbringen, bevor man sich endgültig entscheidet, es mit nach Hause zu nehmen.

Das Tierheim solle grundsätzlich ein Übergangsplatz sein und keine Dauerlösung. Deshalb sei es wichtig, sich zuvor die Frage zu stellen, ob man die Bedürfnisse des Tieres erfüllen kann. «Häufig sehen die Leute nur die süssen kleinen Tiere und vergessen, dass diese auch einmal gross werden und sich nicht primär zum Kuscheln eignen», sagt Kirn.

Wenn die Vorabklärungen getroffen sind, unterbindet der TBB die Abgabe von Tieren in der Weihnachtszeit grundsätzlich nicht. Schliesslich sei es auch nicht besser, wenn die Leute dann auf Tierhandlungen oder Inserate im Internet ausweichen, wo solche Last-Minute Käufe möglich sind.

Dass Tierhalter einige Wochen nach dem Kauf mit ihren neuen Vierbeinern ins Tierheim kommen, um sie wieder abzugeben, komme hin und wieder vor, erzählt Kirn. Manche Tierhalter bemerken erst zu spät, dass sie eine Allergie haben, andere ziehen um und können das Tier nicht mit in das neue zu Hause nehmen, wieder andere haben die Ansprüche des Tieres unterschätzt und müssen sich eingestehen, dass sie nicht genügend Zeit für das Tier haben oder sie kommen schlicht und einfach mit dem Charakter des Tieres nicht klar. Und Manche werden ins Tierheim gebracht, weil sich der Beschenkte kein Tier gewünscht hat.