Einige Projekte, wie die Sanierung und Renovation des Parkrestaurants, wurden bereits abgeschlossen. Der neue Spielplatz Spielaue hingegen kann erst auf den Bauplänen betrachtet werden. Die Spielaue wird den bisherigen Spielplatz ersetzen, der gemäss Emanuel Trueb, Leiter der Basler Stadtgärtnerei, nicht mehr den Vorschriften entspricht. Der jetzige Standort hindert Hunde und Velofahrer nicht am Eindringen und Überqueren der Spielanlage. Der neuen Anlage muss der Weiher links neben dem Restaurant weichen. Mit einer Grösse von rund 1000 Quadratmetern wird der neue Spielplatz auch um einiges grösser werden.

«Die Spielaue wird vielseitig, aber natürlich gestaltet. Die Kinder sollen in die Welt des Bibers, der Maus oder des Rehs eintauchen können», sagt Trueb. Deshalb wurde die Ausstattung auf diese Themenbereiche ausgerichtet. Spielgeräte in Gestalt von Nestern in den Bäumen und Ameisenhaufen aus Holz sollen den Kindern die Natur auf besondere Art näher bringen, unabhängig von Alter, Geschlecht und Motorik. Der Kanton Basel-Stadt beteiligt sich mit über 2 Millionen Franken aus dem Mehrwertabgabefonds.

Da der Spielplatz behindertengerecht ausgestattet wird, beteiligt sich zudem die Stiftung «Denk an mich!» mit einem Beitrag von 235000 Franken. Die Lage der Spielaue ausserhalb des Tierparkareals lässt es zudem zu, dass die Öffentlichkeit permanent Zugang hat. Somit dient die Aue nicht nur den Besuchern des Parks, sondern auch den Bewohnern der angrenzenden Quartiere, betont Trueb. Die Planung der Spielaue wird Ende dieses Jahres abgeschlossen, bis 2017 wird der Spielplatz angelegt.

Mehr Sicherheit für Velofahrer

Etwas fortgeschrittener sind die Pläne für einen neuen Veloweg. Bereits vor einem Jahr wurden Bäume und Sträucher gefällt, um dem neuen Veloweg Platz zu machen. Am 7. April beginnt nun die Bauphase, die voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen wird. «Die Erweiterung soll die Konfliktsituation im Eingangsbereich des Parks entschärfen und die Sicherheit erhöhen», sagt Annarita Vintan, Projektleiterin des Velowegs. In diesem Bereich sei die Verkehrsführung momentan unübersichtlich und gefährlich. Die Quartieranbindung, die durch Einfahrten gewährleistet wird, besteht weiterhin. Der Veloweg, der Teil der Verbindung zwischen Kleinhüningen, Riehen und dem Wiesental ist, wird nur für Velofahrer zugänglich sein. Fussgänger sind gebeten, einen anderen Weg zu nutzen. Deshalb wird auch nicht die gesamte Strecke beleuchtet, erklärt Vintan. Der partielle Rückbau des alten Erlenparkwegs wird nächstes Jahr in Angriff genommen.

Ebenfalls in der Bauphase befinden sich der Betriebshof und die Wisent-Anlage. Der Betriebshof bietet unter anderem Raum für das Personal, Lagerungen, Futterküchen und ein Tiergesundheitshaus. Nach Ostern beginnt der Bau der Stall- und Aussenanlagen für den Wisent. Der Wisent ist laut Tierparkleiter Bruno Ris eines der grössten Tiere, die der Tierpark Lange Erlen bisher beherbergt hat. Noch fehlen 250 000 Franken zur vollständigen Finanzierung des Betriebshofes und der Wisent-Anlage. Geplant ist die Eröffnung auf den kommenden September.

Sanierung Parkrestaurant

Um einiges näher liegt der Eröffnungstermin des renovierten Parkrestaurants. Innerhalb der letzten drei Monate wurde der Küchenbereich auf die Rohbausubstanz zurückgesetzt, um dann neu aufgebaut zu werden. Bernhard Schmitt, neuer Pächter des Parkrestaurants Lange Erlen, erklärt das Konzept: «Das Angebot soll familiengerecht sein. Aus diesem Grund haben wir die Preise häufig konsumierter Produkte wo möglich gesenkt. Andererseits wollen wir den Gourmet-Teil aufrechterhalten.» Zu diesem Zweck wurde eine bioklimatische Pergola gebaut, die ebenfalls für Veranstaltungen gemietet werden kann. Zudem wurde der Bankettsaal umgebaut. Auch der Selbstbedienungsbereich bleibt bestehen.

Das Personal wurde zu 90 Prozent übernommen. Da die Form der Küche und des Buffets geringfügig umgestaltet wurde, werden im Parkrestaurant neu vier Personen mehr beschäftigt. Des Weiteren wird ein kabelloses Kassensystem eingeführt, das eine schnellere Bedienung ermöglichen soll. Vor der Eröffnung am 5. April werden Küche, sowie Kassensystem und die Umsetzung der Menükarte während einer Woche getestet, sodass ein reibungsloser Ablauf garantiert werden kann.

Kurz zuvor, am 28. März, lädt der Erlen-Verein zum traditionellen Hirschessen im Kongresszentrum der Messe Basel ein.