Freizeit
Tierpark Lange Erlen nach Wiedereröffnung: Es ist genügend Platz für alle da

Seit dem 6. Juni ist der Tierpark Lange Erlen wieder für Besucher geöffnet. Nach zwei Wochen mit Schutzkonzept ziehen der Tierpark und der Erlen-Verein Basel eine positive Bilanz.

Laura Pirroncello
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In diesem Frühling verzeichnete der Tierpark zudem zahlreichen Nachwuchs: Unter anderem bei den Zwergziegen (...)
(...) und bei den Rothirschen.
Bei den Wildkatzen kamen am 9. April ein Männchen sowie ein Weibchen zur Welt.
Junge gab es auch bei den Störchen. Anfang Juli konnten 28 Jungstörche beringt werden.

Kenneth Nars

Das Corona-Schutzkonzept, welches im Tierpark Lange Erlen angewendet wird, beruht auf dem erarbeiteten Konzept der Zoo- und Wildtierbranche. Insgesamt dürfen sich 1400 Personen zur gleichen Zeit im Park aufhalten. Dies wurde anhand der verfügbaren Fläche berechnet. Laut Bruno Ris, dem Tierparkleiter, konnte man durch das Besucherzählsystem nachweisen, dass diese Zahl in den letzten drei Jahren nie erreicht wurde. Somit könne man auf Eingangskontrollen verzichten.

Wie überall gelten auch im Tierpark Lange Erlen zwei Meter Sicherheitsabstand - beziehungsweise nach neusten Anordnungen des Bundesrates nur noch 1.5 Meter. Damit diese Distanz eingehalten werden kann, wurden im Tierpark die heiklen Durchgangspassagen in Form eines Einbahnsystems geführt. An den beliebtesten Hotspots des Parkes wurden zudem Desinfektionsstationen errichtet, schreibt der Park in seiner Mitteilung.

Vorbildliche Besucher und bald ein neues Drehtor

Nach Aussagen des Tierparks halten sich die Besucher an die vorgeschriebenen Regeln, die auch überall auf Hinweisschildern zu sehen sind. Negative Vorkommnisse habe es bisher keine gegeben.

Aktuell laufen Bauarbeiten beim neuen Haupteingang. Dort entsteht ein Drehtor, welches die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Das bedeutet, es wird trotz Drehprinzip sichergestellt, dass die Aussenhülle des Parks durchgehend geschlossen ist und sich keine Tiere vom Gelände entfernen können. «Diese Anforderungen können mit dem geplanten Drehkreuz erfüllt werden», sagt der Tierparkdirektor.

Daneben werden gemäss Mitteilung auch der Vorplatz aufgewertet und eine Modernisierung bezüglich der Präsentation von Besucherinformationen vorgenommen. Das nächste Projekt wird dann dder morsche Holzsteg sein. Bisher fehlt zwar noch das letzte Geld, doch der Park ist zuversichtlich und glaubt an einen Baustart spätestens im nächsten Jahr.

Honigschleudern ja – Buuremärt eher nein

Da der Tierpark wieder öffnen durfte, sind auch gewisse Veranstaltungen wieder möglich. Jedoch noch nicht alle. Wer aber an Honig und Bienen interessiert ist, kommt auf seine Kosten beim Honigschleudern. Klein und Gross können am 27. Juni hautnah mitverfolgen, wie Bienenwaben entfernt werden. Die Kinder dürfen beim Schleudern der Bienenwaben sogar mithelfen. Im Anschluss gibt es eine Honig-Degustation. Den Erwachsenen wird gemäss Mitteilung des Parks empfohlen, eine Maske zu tragen – schliesslich handle es sich bei Honig um ein Lebensmittel.

Im Gegensatz zum Honigschleudern kann der ProSpecieRara-Buuremärt voraussichtlich nicht durchgeführt werden. Den Entscheid über die Durchführung obliegt ProSpecieRara. Dabei spiele laut Tierparkleiter Ris nicht Anzahl Besucherinnen und Besucher die entscheidende Rolle, sondern die Abstandsregeln. Bei einem solchen Markt seien diese aber wohl kaum umsetzbar.

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Für die Verpflegung bei einem Besuch im Tierpark selbstverständlich auch gesorgt: Das neue Restaurant «Park» verspricht, ein Erlebnis zu sein.

Kindergeburtstage dürfen im Tierpark Lange Erlen wieder gebucht werden, jedoch finden sie in einer reduzierten Variante und ohne Zvieri statt. Das Ponyreiten, das normalerweise jeden Sonntag stattfindet, gibt es zurzeit nicht. Der Sicherheitsabstand könne nicht gewährleistet werden.