Für die Fasnacht vom 19. bis 21. Februar 2018 gilt eine Deklarationspflicht: Dem Fasnachts-Comité müssen Angaben über die Kutscher und die eingesetzten Pferde gemacht werden. "Zudem müssen die gemeldeten Pferde eindeutig identifizierbar sein, und Kutscher müssen eine entsprechende Ausbildung und Fahrlizenz nachweisen können." Das melden das Gesundheitsdepartement Basel-Stadt und des Basler Fasnachts-Comité am Mittwoch gemeinsam. 

Die Erhebung über die Deklaration dient künftig als Grundlage für allenfalls weitere Massnahmen.

Und noch ein weitreichender Entscheid ist gefallen. Die innere und äussere Route wird auf mögliche Belastungen für das Pferd überprüft. An mindestens zehn ausgewählten Orten sind neu spezielle Pausenzonen definiert. Ein Platztierarzt werde Pferde stichprobenweise aus dem Cortège auswählen und einem kurzen medizinischen Check unterziehen. Mit dieser Massnahme soll die Belastung der Tiere objektiv ermittelt werden und dem Vergleich zu bereits bestehenden Studien dienen.

Am Dienstagabend haben der Kantonstierarzt und der Obmann des Fasnachts-Comités sowie weitere Vertreter des Veterinäramtes und des Fasnachts-Comités die geschilderten Massnahmen mit den betroffenen Akteuren diskutiert und offene Fragen beantwortet. 

Erfahrene Tiere sind weniger gestresst

Eine im vergangenen Frühjahr veröffentlichte Studie der Universität Zürich zum Zürcher Sechseläuten hatte ergeben, dass die Teilnahme für das Tier nicht stressiger als eine Spring- oder Dressurprüfung ist. Angehende Tiermediziner hatten die Stressbelastung von 23 Pferden untersucht, die für neun Zünfte am Sechseläuten teilnahmen.

Unterschiede zeigten sich dabei zwischen erfahrenen und unerfahrenen Pferden: Tiere, die zum ersten Mal am Sechseläuten teilnahmen, hatten eine deutlich höhere durchschnittliche Herzfrequenz. Die Forscher schlossen daraus, dass es sich lohnt, Tier und Reiter im Vorfeld auf die Reize und Anforderungen eines solchen Anlasses vorzubereiten. (jk/sda)