Sie sticht ins Auge, kaum betritt man das Tinguely-Museum. Kein Wunder: «Utopia» ist eine über 7 Meter hohe und 17 Meter lange, begehbare, ratternde und knatternde Riesenmaschine.

Pläne gibt es keine

Jetzt trennt sich das Museum von der Skulptur, die Jean Tinguely 1987 geschaffen hat. Zumindest vorübergehend: «Utopia» wird als Leihgabe ab April 2016 im Düsseldorfer Kunstpalast zu sehen sein.

Quietscht und rattert: Tinguelys «Grosse Méta Maxi-Maxi-Utopia» aus dem Jahre 1987.

In Aktion: Tinguelys «Grosse Méta Maxi-Maxi-Utopia» aus dem Jahre 1987.

Zwei Wochen lang dauert der Abbau des gewaltigen Kunstwerks. Ein Kraftakt.

Und: Pläne hat Tinguely nicht hinterlassen. Die Kunstexperten müssen sich auf Markierungen von Assistenten und Fotos verlassen.

«Ich werde sie vermissen»

Zum Glück ist mit dem Restaurator Jean-Marc Gaillard ein Mitarbeiter im Zügel-Team, der selbst mit Jean Tinguely zusammengearbeitet hat.

Gerade für ihn ist die Abreise von «Utopia» ein emotionaler Moment. «Ich vermisse alle Maschinen, die weg sind», sagt er.

Ganz wird der Kontakt allerdings nicht abbrechen: Während des Auslandsaufenthalts von «Utopia» bleibt Gaillard für die Verantwortlichen in Düsseldorf der wichtigste Ansprechpartner. Bei Problemen wird er als «Troubleshooter» einspringen.

Am 25. September geht die Reise los. Ganze sechs Lastwagen sind nötig für den Grosstransport.