FC Basel
Torschütze Steinhöfer: «Die Kollegen haben Sprüche gemacht»

Markus Steinhöfer mutierte beim 3:0 des FC Basels in Sion zum Überflieger. Er leitete mit einem Vorstoss das 1:0 von Alex Frei ein und schoss das 2:0 nach wunderbarer Vorarbeit von Xherdan Shaqiri gleich selber und kürte sich zum Man of the Match

Sebastian Wendel
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Basel-Verteidiger Markus Steinhöfer: Mich freut es besonders, dass das Tor nicht ein 5:0 oder 6:0 war, sondern auch noch eine Bedeutung hatte. Keystone

Basel-Verteidiger Markus Steinhöfer: Mich freut es besonders, dass das Tor nicht ein 5:0 oder 6:0 war, sondern auch noch eine Bedeutung hatte. Keystone

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Die Tatsache, dass Markus Steinhöfer in Sion sein erstes Super-League-Tor für Basel erzielt hatte, rechtfertigte ein Interview beim Schweizer Fernsehen. Freudestrahlend stellte sich der Deutsche, der im Winter 2011 aus Frankfurt zum FC Basel kam, danach den Journalisten in den Katakomben des Tourbillons und gab unter anderem Auskunft zur Szene, als Xherdan Shaqiri ihn frei spielte, er einen Verteidiger stehen liess und mit einem satten Flachschuss in die nahe Ecke zum vorentscheidenden 2:0 für den FCB traf.

Markus Steinhöfer, Ihr erstes Tor im 43. Super-League-Spiel für Basel. Wie ist Ihre Gefühlslage?

Markus Steinhöfer: Es hat wirklich lange gedauert, bis ich einmal treffe. Oft war ich kurz davor, aber der Goalie oder ein Verteidiger haben den Ball noch abgewehrt. Meine Kollegen haben immer wieder mal einen Spruch gemacht, weil ich noch torlos war. Jetzt hat sich das erübrigt.

Wie wichtig war das Spiel für den weiteren Spielverlauf?

Ich denke schon, dass wir mit dem 2:0 den Sack zugemacht haben und Sion einsehen musste, dass es heute nichts zu holen gibt. Beim Stand von 1:0 kann ein Spiel immer kippen, so aber hatten wir Ruhe. Mich freut es besonders, dass das Tor nicht ein 5:0 oder 6:0 war, sondern auch noch eine Bedeutung hatte.

Sion ist in der zweiten Halbzeit eingebrochen. Haben Sie die Walliser so schwach erwartet?

Uns war klar, dass Sion eine gute Mannschaft hat. Dass sie nicht mehr zeigen konnten, kann man auch unserer Leistung zuschreiben. Wir haben einmal mehr viel Ballbesitz gehabt und in der zweiten Halbzeit nichts mehr zugelassen.

Glaubt man der Tabelle, ist Basel nun Meister. Aber wegen Luzerns möglichem Punktezuwachs feiert ihr noch nicht. Dafür aber in einer Woche nach dem Lausanne-Spiel?

Ich hoffe doch sehr, dass wir gegen Lausanne den Deckel zumachen. Zumal wir dann nach mehreren Auswärts- wieder mal ein Heimspiel haben. Ein Titel zu Hause, vor den eigenen Fans und im gewohnten Umfeld zu gewinnen, ist viel schöner als irgendwo in einem fremden Stadion.