Basel und Tourismus, das ist in erster Linie eine Geschichte von Museen, Kultur und einer etwas älteren, bildungsinteressierten Zielkundschaft mit möglichst grossem Portemonnaie. Dafür wurde insbesondere auch die Broschüre mit den peinlichen Übersetzungsfehlern überarbeitet, wie Direktor Daniel Egloff anlässlich des eines Medientreffs am Dienstag sagte.

Also noch länger keine Abenteuertouristen oder Partytouristen in Sicht, eher Besucher vom gesitteten Schlage. So zumindest hat sich das Kundenprofil von Basel Tourismus geschärft. Und schärfere Profile, das sei derzeit ein Trend unter Touristikern.

Basel: Zu teuer, zu wenig Parkplätze

Ebenfalls präsentierte Egloff die Resultate der nationalen Touristenbefragen, also des Touristikmonitors Schweiz. Die Ergebnisse für Basel zeigen, dass besonders im Bereich der Preisgestaltung Nachholbedarf besteht; die Touristen schätzen die Schweiz nach wie vor als sehr teuer ein, was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht.

Von den Besuchern auch bemängelt wird in Basel die Parkplatzsituation; dies im Vergleich mit weiteren grösseren Schweizer Städten wie Genf, Lausanne, Zürich und St. Gallen. Allerdings waren es nur knapp 4 Prozent der Befragten, die sich negativ äusserten. Luzern wird im Vergleich übrigens aussen vor gelassen, da es sich dabei um eine Freizeitstadt handle, wie Egloff sagte, die sich weniger mit den anderen vergleichen lasse.

Neue digitale Touristikdrehscheibe

In den ersten drei Monaten 2018 wurden fast 300'000 Übernachtungen gezählt, das ist ein Anstieg von 7,7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Kommende Woche führt der Verein seine Generalversammlung durch. Zum Angebot gehört neben Stadtführungen mit Fokus Architektur, Kunst und Bildung seit Kurzem die Baselcard, mit der man gratis Fähri fahren oder Museen besuchen kann.

Der Vorteil der Dienstleistung liegt im Hintergrund: Die Technik erlaubt es, einem staatlichen Auftrag nachzukommen. Per Ende Jahr soll die neue integrale Registrierungsplattform entstehen, mittels der Behördengänge reduziert und Erfassungsabläufe automatisiert werden.

Cloudbasiert, also «in der Wolke», wie Egloff sagte – wovon auch AirBnB-Betreiber profitieren, die neu Gasttaxen entrichten müssen. So wird Basel Tourismus noch mehr zum öffentlichen Dienstleister. Mit der neuen Technik nur noch ein bisschen wolkiger als zuvor.