Unglück
Tragischer Jahreswechsel: Zwei Elsässer sterben nach Silvester-Feuerwerk

Die Silvester-Knallerei hat zwei jungen Elsässern das Leben gekostet. Ein Dritter schwebt in Lebensgefahr. Ein kleines Mädchen verlor mehrere Finger. Insgesamt gab es 25 Verletzte.

Bojan Stula
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Unfälle bei Feuerwerken zum Jahreswechsel forderten im Elsass mehrere Verletzte.

Unfälle bei Feuerwerken zum Jahreswechsel forderten im Elsass mehrere Verletzte.

Keystone

Tragische Silvester-Bilanz im benachbarten Elsass: Zwei Tote, ein in Lebensgefahr Schwebender und insgesamt 25 Personen mit Hand- und Gesichtsverletzungen unterschiedlicher Schwere forderte das Abbrennen von Raketen und anderen Feuerwerkskörpern jenseits der Landesgrenze. Das berichtet das Internetportal der Tageszeitung „l'Alsace". Gemäss diesen Angaben verstarb am Berchtoldstag im Spital ein 24-jähriger Mann, nachdem er in Thannenkirch von einem eigenen Feuerwerkskörper mitten im Gesicht getroffen worden war. Die Behörden gehen davon aus, dass sich der Mann nach einer vermeintlichen Fehlzündung mit dem Gesicht über den Knallkörper beugte, als dieser doch noch explodierte.

In Dorlisheim, rund 100 Kilometer nördlich von Basel, verstarb ein 20-Jähriger auf dem Dorfplatz, als eine Gruppe von Personen Raketen zündete. Offenbar war er zu nahe an eine Abschussvorrichtung getreten, als es ihm bei der Zündung das Gesicht wegriss. Das Opfer erlitt daraufhin einen Herzstillstand und konnte von der Sanität nicht wiederbelebt werden.

Verbot von Feuerwerk gefordert

Ein weiteres Opfer der Silvester-Knallerei schwebte gestern Abend im Spital von de Strasbourg-Hautepierre noch in Lebensgefahr. Unter den Verletzten befinde sich ferner ein dreijähriges Mädchen, dem eine in die Hand gedrückte Knallpetarde mehrere Finger abriss. Laut „l'Alsace" kochen nach diesen tragischen Unfällen wieder Diskussionen um ein Verbot von Feuerwerk in der Region hoch. So will der Präfekt der Region Elsass, Stéphane Bouillon, bis zu einem allfälligen Verbot zumindest die Kontrollen nach illegalem Feuerwerk verschärfen lassen.