Basler Verkehrs-Betriebe

Tram 3 nach Frankreich wird knapp 10 Millionen Franken günstiger als vorgesehen

Das 3er-Tram wird künftig noch weiter fahren als die jetzige Endstation in Saint-Louis. (Archivbild)

Das 3er-Tram wird künftig noch weiter fahren als die jetzige Endstation in Saint-Louis. (Archivbild)

Die Verlängerung der Tramlinie 3 nach Saint-Louis kostete rund 84 statt 93,7 Millionen Franken. Knapp zwei Jahre nach der Einweihung der Strecke legen der Kanton Basel-Stadt und Saint-Louis Agglomération die finale Bauabrechnung vor. Gründe für die Einsparungen sind gutes Projekt- und Kostenmanagement, die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie günstige Auftragsvergaben an die Bauunternehmer.

Das Tiefbauamt Basel-Stadt und Saint-Louis Agglomération haben die Bauabrechnung für die Verlängerung der Tramlinie 3 nach Saint-Louis abgeschlossen. Die Gesamtkosten für die Verlängerung der Tramlinie und die neue Park+Ride-Anlage in Saint-Louis belaufen sich demnach auf rund 84 Millionen Franken. Der Bau der Tramverlängerung war rund 9,7 Millionen Franken günstiger als vorgesehen. Gründe für die Einsparungen sind gutes Projekt- und Kostenmanagement, die ausgezeichnete Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten sowie die günstigen Offerten der Bauunternehmen. Aufgrund der umfassenden Projektvorbereitung gab es ausserdem keine unerwarteten und kostenrelevanten Überraschungen während den Bauarbeiten.

Insgesamt umfassen die Investitionen im Schweizer Abschnitt rund 26,6 Millionen Franken anstatt der budgetierten 32,7 Millionen Franken. Der Kanton Basel-Stadt übernimmt davon anstatt 22,3 Millionen Franken nur 17,3 Millionen Franken und der Infrastrukturfonds für den Agglomerationsverkehr der Schweizerischen Eidgenossenschaft 9,3 Millionen Franken. Die Kosten für den französischen Abschnitt der Tramverbindung belaufen sich auf 57,3 Millionen Franken, anstatt der veranschlagten 61 Millionen Franken. Auf der französischen Seite finanzierten Saint-Louis Agglomération, die Stadt Saint-Louis, das Département du Haut-Rhin, die Region Grand Est, der französischen Staat, die Europäischen Union, die Schweizerische Eidgenossenschaft, Interreg, der Pendlerfonds des Kantons Basel-Stadt und die BVB die neue Tramstrecke.

Fahrgastzahlen über den Erwartungen

Die Erwartung von 500'000 bis 600'000 zusätzlichen Einsteigerinnen und Einsteigern auf der Linie 3 im ersten Betriebsjahr 2018 wurde mit 740'000 zusätzlichen Fahrgästen – davon 530'000 auf französischer Seite – übertroffen. Um die gesamte Wirkung der Tramverlängerung abschätzen zu können, erarbeitet das Bau- und Verkehrsdepartement eine Wirkungskontrolle. Die Ergebnisse werden im nächsten Jahr vorliegen. Die im Mai 2019 beschlossenen Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Tramlinie vor Vandalismus auf der französischen Seite sind erfolgreich. Die Zahl der sicherheitsrelevanten Vorfälle hat seither spürbar abgenommen.

Die 3,1 Kilometer lange Verlängerung der Tramlinie 3 verbindet den Bahnhof von Saint-Louis direkt mit Basels Stadtzentrum. Sie wurde im Dezember 2017 feierlich eröffnet. Auf französischer Seite wurde das neue Quartier des Lys sowie die westlichen Stadtteile von Saint-Louis, auf Schweizer Seite das REHAB Basel, das Bürgerspital Basel und das Sportzentrum Pfaffenholz neu mit dem Tram erschlossen. Täglich kommen aus dem Elsass rund 30'000 Pendlerinnen und Pendler in die Nordwestschweiz. Diese hohe Zahl unterstreicht die Notwendigkeit des Ausbaus des Öffentlichen Verkehrs über die Landesgrenzen hinweg.

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