Treibstoff
Treibstoff zeigt ab heute Querschnitt durchs junge Theaterschaffen

Die Theatertage Basel für Newcomerproduktionen starten heute in der Kaserne und im Roxy Birsfelden. Mehr als 100 Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erhielten die Festivalorganisatoren vor einem Jahr.

Christian Fluri
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Das Basler Trio Rula Badeen, Lou Bihler und Philippe Graff (v. l.) eröffnen «Treibstoff» im Roxy mit «Sigille. Ein esoterischer Trip».

Das Basler Trio Rula Badeen, Lou Bihler und Philippe Graff (v. l.) eröffnen «Treibstoff» im Roxy mit «Sigille. Ein esoterischer Trip».

Donata Ettlin/zvg

Sie sind inzwischen sogar über die nationalen Grenzen hinaus bekannt, die Basler Theatertage «Treibstoff» für Newcomerproduktionen, die heute zum fünften Mal starten. Mehr als 100 Bewerbungen erhielten die Festivalorganisatoren von Kaserne Basel, Roxy Birsfelden und Raum 33 Basel vor einem Jahr. Sie kamen aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz. Die Jury, die sich aus den Leitungen der drei Häuser zusammensetzt, hat unter ihnen eine erste Auswahl von 14 Projekten getroffen und deren «Erfinder» zu Gesprächen eingeladen. Am Schluss fanden sieben den Weg ins Festival-Tableau.

«Die sieben Produktionen geben einen Querschnitt durch das aktuelle zeitgenössische Theaterschaffen», erläutert Christoph Meury, künstlerischer Leiter des Roxy und einer der Initiatoren von «Treibstoff», im Gespräch mit der bz. Hier ist alles, was in der zeitgenössischen Theaterkunst eine Rolle spielt: Stücke auf der Basis von festen Text- und Romanvorlagen, von sozialen, politischen Recherchen oder postdramatischer Ansätze.

Probenbegleitung gehört dazu

Die Projekte werden im jeweiligen Aufführungsraum von den Gruppen geprobt und realisiert. Dabei werden die jungen Theaterleute, die erstmals eine eigenständige Produktion aus der Taufe heben, nicht sich selbst überlassen. «Wir bieten ihnen die fachliche Begleitung durch die Jurymitglieder an.» Die Leiter der jeweiligen Häuser machen ihre Probenbesuche und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Hier wird nicht im luftleeren Raum gearbeitet, sondern unter den Augen der Öffentlichkeit. Jede Produktion muss vor einem Publikum funktionieren. Hier wird der Boden für die weitere freie, selbstständige Arbeit der jungen Theaterleute gelegt. Aus jeder «Treibstoff»-Ausgabe ergeben sich denn auch mit den drei Spielorten langjährige Arbeitsbeziehungen. Das ist die Frucht der Förderungsarbeit.

Drei Theatermarathons

Heute startet «Treibstoff» Nummer 5 im Roxy und in der Kaserne Basel mit dem ersten Marathon: Wer will, kann zwei bis drei Aufführungen an einem Abend sehen und wird mit dem Shuttlebus von Spielort zu Spielort gebracht. Im Ganzen gibt es drei Marathons. Wiederum wird ein Publikumspreis vergeben. Neu wird in diesem Jahr parallel zum Festival unter der Leitung von Fachleuten eine Schreibwerkstatt für junge Kritikerinnen und Kritiker abgehalten, welche die einzelnen Projekte begleiten.

Programm www.treibstoffbasel.ch