Oberrhein

«Triptic»: 18 innovative Projekte für Dreiländer-Kulturaustausch

Das Kulturprojekt «Contenus» thematisiert ContainerS. Bodmer/Archiv

Das Kulturprojekt «Contenus» thematisiert ContainerS. Bodmer/Archiv

18 gemeinsame Kulturprojekte sollen unter dem Label «Triptic» den Kulturaustausch am Oberrhein beleben. Für das am Donnerstag präsentierte Programm mit Partnern in der Nordwestschweiz, Südbaden und dem Elsass stellt Pro Helvetia 1,45 Millionen Franken bereit.

Die Ansprüche waren hoch: Projekte, die sich für das Programm «Triptic, Kulturaustausch am Oberrhein» bewerben wollten, mussten vor allem trinational, aber auch nachhaltig, neu und innovativ sein. Die Weiterführung schon bestehender Vorhaben war nicht möglich und die Antragsteller mussten Institutionen aus der Oberrheinregion sein.

Für das Programm stellt die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia 1,45 Millionen Franken zur Verfügung. Erst hiess das Programm Dreiecksland, nun spielt der Name auf ein Triptychon an, ein dreigeteiltes Gemälde. Ziel ist es laut Medienmitteilung, «neue Formen der Zusammenarbeit der Kulturinstitutionen zu fördern und die Vernetzung der Kulturschaffenden zu stärken.»

Zwei Millionen für Projekte

Neben den schweizerischen Generalkonsulaten in Strassburg und Stuttgart engagieren sich zwölf weitere politische Trägerschaften aus allen drei Ländern. Aus der Schweiz sind es die beiden Basel und der Kanton Aargau. Vom Beitrag der Pro Helvetia bleiben 800000 Franken für Projekte. Der Höchstbeitrag der Kulturstiftung beträgt jeweils 40 Prozent, die übrigen 60 Prozent müssen von den Partnern kommen. Eine Gesamtsumme wollte niemand nennen. Insgesamt dürften durch das Programm aber Kulturausgaben von zwei Millionen Franken ausgelöst werden.

Gestern wurden die 18 von einer sechsköpfigen Jury ausgewählten Projekte im Basler Ackermannshof vorgestellt. Andrew Holland, Direktor von Pro Helvetia, räumte in Hinblick auf die Anzahl der Teilnehmer an der Ausschreibung ein, dass «wir ein wenig unruhig waren», letztlich aber konnte die Jury zwischen über 50 Projekten auswählen.

Die Kulturprojekte werden ab Herbst 2013 bis Sommer 2014 umgesetzt und kommen aus den Sparten Musik, Tanz, Theater, visuelle Künste oder sind interdisziplinär. Bei der Licht- und Musikinstallation 3Land im Oktober 2013 wird das Hafenbecken von Basel, Huningue und Weil am Rhein bespielt – einer der Partner ist das Vitra Design Museum.

Die Wanderausstellung Contenus, die auch nach Basel kommt, sieht den Container als Sinnbild für globale Zirkulation von Inhalten aller Art. In mehreren Containern werden Positionen digitaler Kunst zu sehen sein.

Auftragskompositionen

Bei Anima Trianguli werden im November und Dezember 2013 drei Auftragskompositionen zu den Humanisten Beatus Rhenanus, Erasmus von Rotterdam und Johannes Reuchlin aufgeführt; in Basel ist der Partner der Gare du Nord, Bahnhof für Neue Musik. In der Projektbeschreibung heisst es: «Kontrastiert wird es durch Renaissancemadrigale, die durch Ensembles zeitgenössischer und alter Musik sowie einer Gesangssolistin vorgetragen wird.»

Das neu gegründete Tanz-Netzwerk Dance-Trip soll das Interesse an Performing Arts und zeitgenössischen Tanz bündeln. Partner sind neben der Kaserne Basel das Theater Freiburg und in Strassburg Le Maillon und Pôle Sud.

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