Als wollte die Polizei die Worte unterstreichen, patroullierte ein Mitarbeiter in Uniform zu Fuss rund um die Tramhaltestelle Riehen Dorf, während Sicherheitsdirektor Baschi Dürr (FDP) zusammen mit seinem Führungsstab weniger Meter daneben im Haus der Vereine die erhöhte Präsenz der Kantonspolizei in Riehen lobte. Ein Jahr ist seit Einführung der Neukonzeption der Kantonspolizei und dem damit verbundenen Ende der 24-Stunden Polizeiwache in Riehen vergangen. «Das neue Konzept hat sich bewährt. Die Polizei ist in Riehen sicht- und ansprechbarer», lobt Dürr.

In sechs Minuten vor Ort

Die grösste Änderung betraf die Polizeiwache, die jeweils während 24 Stunden besetzt war. Diese wurde zu einem Polizeiposten umgewandelt und ist seit einem Jahr nur noch tagsüber von Montag bis Samstag besetzt. Das für Riehen zuständige Polizeifahrzeug Basilea 35 ist auf dem Claraposten im Kleinbasel stationiert. Die Befürchtung, dass sich dadurch die Interventionszeiten aufgrund der räumlichen Distanz erhöhen, hätten sich nicht bestätigt, freut sich Riehens Gemeindepräsident Hansjörg Wilde (parteilos): «Die Einsätze erfolgen zeitgerecht. Die Interventionszeiten betragen durchschnittlich weniger als sechs Minuten.» Besonders bewährt habe sich die Fusspatrouille, erklärt der Leiter der Sicherheitspolizei, Simon Spoerri: «Mehrere Stunden täglich ist eine Patrouille zu Fuss unterwegs. Das wird von der Bevölkerung wahrgenommen und auch geschätzt.»

Anfänglich plante das Sicherheitsdepartement mit vier Personen für den Polizeiposten Riehen. Auf Wunsch des Gemeinderats wurde diese auf sechs Vollzeitstellen erhöht, womit diese spürbare Präsenz zu Fuss erst möglich wurde. Zudem blieb der Polizeiposten auf Wunsch des Gemeinderats ein Stützpunkt, der auch nachts vereinzelt für Büroarbeiten besetzt ist. Die für Riehen zuständigen Polizisten besässen allesamt hohe Ortskenntnisse, was bei Bekanntgabe des neuen Polizeikonzepts infrage gestellt wurde.

Gemeindepräsident Wilde zeigte sich erfreut, dass die Anliegen des Gemeinderats ernst genommen wurden und auch ihre Wirkung erzielen. «Wir schätzen sehr, dass wir mit dem Basilea 35 ein ortsgebundenes Fahrzeug bei der Kantonspolizei haben.» Baschi Dürr versprach, am Fokus auf Riehen festzuhalten, um das Niveau an Präsenz beizubehalten.