Trockene Bässe
Trotz Lärmklagen: Tension Festival wird grösser als je zuvor

Am Tension Festival vor einem Jahr kam es zu Lärmbeschwerden. Mit zwei Bühnen wird Tension diesmal jedoch grösser als je zuvor.

Thomas Kramer
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Die diesjährigen Ausgabe wird doppelt so gross.

Die diesjährigen Ausgabe wird doppelt so gross.

zvg

Vor einem Jahr hagelte es während des Tension-Festivals Lärmbeschwerden von verärgerten Nachbarn. Diesmal soll alles viel besser werden: «Die lärmmindernden Massnahmen, welche uns die Gemeinde Münchenstein auferlegt hat, werden erfüllt», verspricht Sebastian Schmidt, Mitbegründer des Techno-Open-Airs und Inhaber der gleichnamigen GmbH mit Sitz in Münchenstein.

Die Verdoppelung der Bühnenkapazität, die für die diesjährige Ausgabe am 31. Juli geplant ist, bedeute nicht, dass es doppelt so laut werden wird. Die Soundsysteme strahlen in unterschiedliche Richtungen ab und werden diesmal zurückgestutzt. «Wir erwarten keine Probleme», ist Schmidt überzeugt. Diese können die Organisatoren auch nicht gebrauchen. Tension soll noch über lange Jahre fester Bestandteil des Event-Kalenders sein – so wie die offiziellen 1.-August-Feiern.

Bis in die Morgenstunden

Mit zwei Bühnen wird Tension diesmal grösser als je zuvor. Erwartet werden 6000 Besucher, die am kommenden Dienstag ab 12 Uhr ins Gartenbad St. Jakob sowie auf das anliegende Beachgelände auf Münchensteiner Boden pilgern werden. Am bedeutendsten Techno-Open-Air der Nordwestschweiz werden auf der Südbühne unter anderem Szene-Stars wie der walisische Tech-House-DJ Jamie Jones oder Sound-Euphoriker Worakles aus Frankreich auftreten. Härter, stampfender, technoider tönt es dann von der zusätzlich errichteten Nordbühne.

Dafür sorgen etwa Len Faki aus dem Berliner Technotempel Berghain oder die aus Belgien anreisende Charlotte de Witte. Was zur Tension ebenfalls dazugehört, ist die nachfolgende Night-Session: Sobald die letzte Basswelle übers Gartenbad geschwappt ist, verlagert sich das Festival in die Basler Clubs Viertel, Borderline und Provisorium.

Mit der Vergrösserung des Festivals gehen die Organisatoren bewusst ein Risiko ein. Ein kalkuliertes allerdings, wie Organisator Sebastian Schmidt ausführt: «Hinsichtlich verkaufter Tickets liegen wir zum jetzigen Zeitpunkt bereits um 35 Prozent über dem Vorjahr.» Letztes Jahr wurden 5000 Besucher gezählt, 1000 bis 1500 mehr Leute sollen es diesmal sein. Weil man mit zwei Bühnen die unterschiedlichen Musikgeschmäcker besser abdecken könne, ist Schmidt optimistisch, das Ziel auch zu erreichen.

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