Der Umsatzrückgang sei im Wesentlichen auf die Senkung der Flughafengebühren infolge des starken Schweizer Frankens sowie auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen, heisst es in einer Mitteilung des EuroAirports (EAP) zum am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht. Der binationale Flughafen bezeichnet das Betriebsergebnis als «solide».

Der Nettobetriebsgewinn stieg gegenüber den Vorjahr um 1,6 auf 24,8 Millionen Euro. Berücksichtigt sei darin auch die Besteuerung des Gewinns gemäss des im März zwischen der Schweiz und Frankreich unterzeichneten Staatsvertrags. Die Steuer von 6,9 Millionen Euro werde zu gleichen Teilen an beide Länder ausgeschüttet.

Bei den Betriebskosten verzeichnet der EAP eine Zunahme von 3 Prozent auf 83,5 Millionen Euro. Die Ausgaben für die Sicherheit haben dabei um 0,8 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro zugenommen, dies aufgrund des verlängerten Ausnahmezustands in Frankreich.

Zudem sind Kosten für Studien im Rahmen des langfristigen Entwicklungsplans angefallen, wie es weiter heisst. Der EAP habe sich ausserdem an Studien zum Bahnanschluss finanziell beteiligt. Die Lohnsumme nahm um 1 Million auf 26,7 Millionen Euro zu. Die Vollzeitstellen stiegen um 9 auf 338 Stellen.

7,3 Millionen Fluggäste

Die Investitionen lagen 2016 gemäss Mitteilung mit 50 Millionen Euro auf einem "erhöhten Niveau". Der EAP verweist dabei auf Arbeiten zur Erschliessung neuer Parkplätze, die Inbetriebnahme eines neuen Gepäcksortiersystems sowie auf verschiedene Renovierungen. 2015 hatte der EAP 27,1 Millionen Euro investiert.

Die Nettoverschuldung betrug gemäss EAP im vergangenen Jahr minus 7,6 Millionen Euro. Um die Infrastruktur auszubauen werde sich der Flughafen in den kommenden Jahren indes verschulden müssen.

Der binationale Flughafen hatte 2016 mit rund 7,3 Millionen Fluggäste den sechsten Passagierrekord in Folge verbucht. Das Wachstum verlangsamte sich indes gegenüber 2015 von 8 auf 4 Prozent. Im ersten Halbjahr 2017 wurde bei den Passagieren eine Zunahme um 6 Prozent verzeichnet. Die Fracht blieb 2016 auf Vorjahresniveau.