Swiss Indoors
Turnierdirektor Roger Brennwald: «Ich stelle nicht alles auf den Kopf»

Titelsponsor Davidoff steigt aus. Für Turnierdirektor Roger Brennwald ist dies kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Er hat keine Angst um seine Swiss Indoors in Basel.

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Roger Brennwald

Roger Brennwald

Seit 40 Jahren organisiert der ehemalige Devisenhändler die Swiss Indoors, machte sie zum grössten Sportanlass der Schweiz. Nach 17 Jahren beendet der Titelsponsor Davidoff sein Engagement. Für Brennwald ist das kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. «Solange mir die Ideen nicht ausgehen, habe ich Spass an meiner Arbeit», sagt der 64-Jährige.

Und deshalb plant er mit seinem Team die Epoche bis ins Jahr 2016. Jedes Jahr setze er ein, zwei Ideen um. Nun sei er halt in Sachen Sponsoren gefordert. «Ich stelle nicht alles auf den Kopf, es gibt ein anderes Gefüge», betont er. Wie das genau aussehe, könne er noch nicht sagen.

20 Millionen Franken beträgt das Budget in diesem Jahr. «Doch alles hat seine Grenzen, das Geld fliesst nicht vom Himmel», betont Brennwald. Auch deshalb werde er das Budget für das kommende Jahr um eine Million Franken reduzieren.

Solides Fundament

Gleichzeitig müsse er sein Team von zehn Angestellten erweitern. Dabei dürfe niemand vergessen, dass die Swiss Indoors AG keinesfalls nur das Turnier repräsentiere, sondern ein starkes Unternehmen sei. «Ich bin zuversichtlich, dass wir neue Partner fürs Turnier finden und unsere Reserven nicht angreifen müssen», sagte Brennwald. Die Swiss Indoors stünden auf einem soliden Fundament und seien für alle ein verlässlicher Partner.

Im kommenden Jahr wird die Spielerorganisation ATP die Turniere überprüfen. Brennwald ist zuversichtlich, dass Basel den Status ATP 500 behalten wird. «Ich glaube, kein Partner kann sich beklagen», betont er. Deshalb ist davon auszugehen, dass Basel seinen hohen sportlichen Standard hält.

Bis zum Jahr 2012 läuft noch der Vertrag mit Roger Federer. Und sollte der Lokalmatador dann noch auf der Tour unterwegs sein, wird er bestimmt auch weiter in der St. Jakobshalle antreten.

Kein Rückenwind von der Jugend

Ein Problem hat Brennwald allerdings schon ausgemacht: «Wir bekommen keinen Rückenwind von der Jugend.» Offen sei er deshalb für Ideen, um mehr Entertainment ins Turnier zu bringen. Rockmusik statt klassischer Musik zur Eröffnung könne er sich allerdings überhaupt nicht vorstellen. (mic)