Basler Zoo
Über 1 Million Eintritte: Elefanten locken 2017 mehr Besucher in den Zolli

Der Basler Zoo verzeichnet im vergangenen Jahr mehr Eintritte als im verregneten 2016. Vor allem die im März 2017 neu eröffnete Elefantenanlage habe die Besucher in den Zolli gelockt.

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Nach etwas mehr als drei Jahren Bauzeit öffnet der Zoo Basel im März 2017 die neue Elefantenanlage Tembea für das Publikum.
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Die neuen und vergrösserten Aussenanlagen und das neue Haus werden von Elefanten, aber auch von anderen Tieren bewohnt.
Auf der neuen Anlage stehen den vier Elefanten nun 121 Futterstellen in unterschiedlichsten Ausführungen zur Verfügung.
Die neue Anlage ist in mehrere Kompartimente unterteilbar, und die Verbindungen zwischen den Anlagen können variiert werden.
So sollen die Elefanten auf Trab gehalten werden – entsprechend dem Namen der Anlage, welcher ‹Bewegung› bedeutet.
Suhlen, Bäder, Duschen, verschiedenste Gehegestrukturen und Bodenbeläge gestalten den Elefantenalltag abwechslungsreich.
Es wird auch ein Elefantenbulle in der Anlage einziehen, der genaue Zeitpunkt ist aber noch nicht bekannt.
Die jetzigen Bewohnerinnen «Rosy» (22), «Maya» (23), «Heri» (41) und «Malayka» (46) erkunden bereits freudig das neue Gehege.
Die fast dreimal grössere neue Anlage ersetzt die alte Elefantenanlage aus den 1950er-Jahren.
Täglich werden Pfleger mit den Tieren trainieren. Dabei zwischen Mensch und Tier stets eine Barriere besteht.
Olivier Pagan, Heidi Rodel und Francois Labhardt eröffnen die Anlage.
Die Aussenanlagen sind durch schattenspendende Grüninseln, ausserdem durch Pfosten und Seile gegliedert, und die Elefanten können wahlweise Kontakt aufnehmen oder sich zurückziehen.
Eine Plattform bietet einen einzigartigen Ausblick auf die Aussenanlage der Elefanten.
Sie ermöglicht auch den Blick in die Horste, welche auf der Aussenanlage für die Störche vorbereitet wurden.
Durch ein Fernrohr lassen sich die Ringnummern der Störche ablesen.
Im Besuchergang sind grossformatige Bildabfolgen in den Wandverputz geritzt.
Die detaillierten Zeichnungen sollen zum Beobachten der Tiere anregen.
Auf der Anlage leben auch Storche ...
afrikanische Ernteameisen ...
Wanderratten ...
Waben-Schilderwels ...
der afrikanische Krallenfrosch ...
und der Gabun Buntbarsch.

Nach etwas mehr als drei Jahren Bauzeit öffnet der Zoo Basel im März 2017 die neue Elefantenanlage Tembea für das Publikum.

zvg/Zoo Basel

Der Zoo Basel hat im vergangenen Jahr 1,02 Millionen Eintritte gezählt, was einer Zunahme gegenüber dem verregneten Vorjahr um sechs Prozent entspricht. Speziell die im März neu eröffnete Elefantenanlage habe Interesse geweckt, teilte der Basler Zoo am Donnerstag mit.

Im Schnitt besuchten 2790 Personen pro Tag den Basler Zoo. Der am besten besuchte einzelne Tag war im vergangenen Jahr der 1. Juli mit der "Zoo-Nacht" und 9804 Eintritten. Die neu konzipierte Elefantenanlage "Tembea" war am 16. März 2017 eröffnet worden.

Erneut einen neuen Rekord verzeichnete der Zolli bei seinen Jahres-Abonnementen: Deren Zahl stieg im vergangenen Jahr um rund 2800 auf 34'527 Abonnements. Der alte Rekord stammte vom Vorjahr und betrug 31'689 verkaufte Abos.

Der Besucherzustrom bescherte auch dem so genannten "freiwilligen Naturschutzfranken", der auf die Billettpreise geschlagen wird, mehr Mittel: In dieses Mitte 2016 geschaffene Kässeli, das der Zolli zur Unterstützung von Naturschutzprojekten verwendet, flossen im letzten Jahr 346'000 Franken. Über 90 Prozent der Gäste hätten diesen Obulus entrichtet, hiess es weiter.

Die Zolli Tops und Flops
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Hier gibt's Lob 👍 Erdmännchen: Sie wohnen in der ebenfalls ziemlich neuen Etoscha-Anlage mit den Stachelschweinen zusammen. Für den Tierschutz im «natürlichen und abwechslungsreichen Untergrund» ideal.
Hier gibt's Lob 👍 Vögel: Im Vogelhaus sowie im Etoschahaus hätten die Tiere die Möglichkeit, sich natürlich fortzubewegen und zu fliegen. Bedingung dafür sei, dass relativ kleine Vogelarten gehalten würden.
Dafür gibt’s Kritik 👎 Seelöwen: Prinzipiell ist dem Tierschutz die Haltung von Meeressäugern in Binnenländern ein Dorn im Auge. Unter anderem fehle der Platz, um in der Sonne zu fläzen. Der Tierschutz bekämpft auch das Ozeanium.
Dafür gibt’s Kritik 👎 Wölfe: Nicht genug Platz haben auch die beiden Wölfe. Das Gehege hätten die Tiere, die in der freien Wildbahn weite Wege zurücklegen, in wenigen Augenblicken erkundet.
Dafür gibt’s Kritik 👎 Malaienbär: Die Tierschutz-Kritik am Bärengehege ist kurz und knapp: Dieses sei schlicht «nicht zeitgemäss». Der Zoo hat das eingesehen. Nach dem Ableben des einzigen Bären in Basel ist Schluss mit Bärenhaltung.

Die Zolli Tops und Flops

zvg/Zoo Basel

Erst seit 2015 zählt der Zolli übrigens Besucherinnen und Besucher mit einem elektronischen Zählsystem. Zuvor waren die Abonnemente rechnerisch auf Eintritte umgeschlagen worden, was den Jahreszahlen-Vergleich relativiert.