Unwetter
Über 450 Notrufe: Gewitter sorgt für Erdrutsche, Überschwemmungen und Verkehrschaos

Nach den heftigen Gewittern vom Dienstag haben Unwetter erneut für überschwemmte Keller, Stromunterbrüchen und Verkehrsbehinderungen gesorgt. In Basel-Stadt und Baselland gingen gegen 450 Notrufe ein.

SDA/Claudia Maag
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Überschwemmungen in der Region Basel In Frenkendorf steht die Hauptstrasse im oberen Dorfteil unter Wasser. Die Feuerwehr kämpft mit Pumpen gegen den See, der sich im Bereich der Hauptstrasse, Schauenburgerstrasse und Prattlerstrasse gebildet hat.
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Überflutete Parkplätze beim Kulturzentrum Alee in Liestal.
Auch am Liestaler Eichenweg steht das Wasser.
Wassermassen in der Nähe der Kintertagesklinik in Liestal.
Überschwemmungen Region Basel
In Frenkendorf steht die Hauptstrasse im oberen Dorfteil unter Wasser. Die Feuerwehr kämpft mit Pumpen gegen den See, der sich im Bereich der Hauptstrasse, Schauenburgerstrasse und Prattlerstrasse gebildet hat.
In Frenkendorf wurde eine Tiefgarage überflutet.
In Frenkendorf steht die Hauptstrasse im oberen Dorfteil unter Wasser. Die Feuerwehr kämpft mit Pumpen gegen den See, der sich im Bereich der Hauptstrasse, Schauenburgerstrasse und Prattlerstrasse gebildet hat.
In Frenkendorf steht die Hauptstrasse im oberen Dorfteil unter Wasser. Die Feuerwehr kämpft mit Pumpen gegen den See, der sich im Bereich der Hauptstrasse, Schauenburgerstrasse und Prattlerstrasse gebildet hat.
In Frenkendorf steht die Hauptstrasse im oberen Dorfteil unter Wasser. Die Feuerwehr kämpft mit Pumpen gegen den See, der sich im Bereich der Hauptstrasse, Schauenburgerstrasse und Prattlerstrasse gebildet hat.
Die Landstrasse in Ittingen BL ist am Mittwochnachmittag überflutet.
Beim Restaurant Bad Schauenburg floss das Wasser über die Strasse und verwandelte einen Teil des Feldes in einen See.
Beim Restaurant Bad Schauenburg floss das Wasser über die Strasse und verwandelte einen Teil des Feldes in einen See.
Beim Restaurant Bad Schauenburg floss das Wasser über die Strasse und verwandelte einen Teil des Feldes in einen See.
Beim Restaurant Bad Schauenburg floss das Wasser über die Strasse und verwandelte einen Teil des Feldes in einen See.
Beim Restaurant Bad Schauenburg floss das Wasser über die Strasse und verwandelte einen Teil des Feldes in einen See.
Beim Restaurant Bad Schauenburg floss das Wasser über die Strasse und verwandelte einen Teil des Feldes in einen See.
In Muttenz trat der Bach oberhalb des Dorfes erneut über die Ufer und überschwemmte die Strasse. Ein Arbeiter versucht, den Abfluss freizumachen.
In Muttenz trat der Bach oberhalb des Dorfes erneut über die Ufer und überschwemmte die Strasse.
In Muttenz trat der Bach oberhalb des Dorfes erneut über die Ufer und überschwemmte die Strasse.
In Muttenz trat der Bach oberhalb des Dorfes erneut über die Ufer und überschwemmte die Strasse.
Auch in Basel goss es wie aus Kübeln.

Überschwemmungen in der Region Basel In Frenkendorf steht die Hauptstrasse im oberen Dorfteil unter Wasser. Die Feuerwehr kämpft mit Pumpen gegen den See, der sich im Bereich der Hauptstrasse, Schauenburgerstrasse und Prattlerstrasse gebildet hat.

Kenneth Nars

Nach dem heftigen Unwetter vom Mittwoch hat sich die Lage im Kanton Baselland am Donnerstag normalisiert. Im ganzen Kanton wurden nach Angaben der Polizei rund 400 Notrufe verzeichnet.

In Grellingen und diversen anderen Orten habe es kleinere Erdrutsche gegeben. Wegen einem dieser Erdrutsche musste die Kantonsstrasse zwischen Grellingen und dem Anschluss Grellingen-Nord gesperrt werden.

In Frenkendorf ist eine Brücke eingebrochen, wie die Baselbieter Polizei am Mittwoch mitteilte. Das Wasser stand im Dorfzentrum zeitweise hüfthoch.

In Frenkendorf wurde eine Tiefgarage überflutet.

In Frenkendorf wurde eine Tiefgarage überflutet.

Kapo BL

Ebenfalls in Frenkendorf wurde eine Tiefgarage komplett überflutet. In der Garage standen noch mehrere Autos. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Die meisten Notrufe betrafen Keller, die unter Wasser standen, sowie Bäche, die über die Ufer traten. Zudem waren diverse Strassen überflutet, darunter auch die Autobahn A2 und A3 im Bereich der Verzweigung Augst. Mitten im Feierabendverkehr mussten deswegen vorübergehend Spuren gesperrt werden, was zu langen Staus mit Wartezeiten von über einer Stunde führte.

Wie konnte es zu den Überschwemmungen auf der Autobahn kommen? «Die Böden waren nach den Niederschlägen der Vortage bereits stark gesättigt», sagt Meinrad Stöcklin, Mediensprecher der Baselbieter Polizei. Weitere Abklärungen seien in Gang. Die enormen Wassermassen seien auch der Grund für das Einbrechen der Brücke in Frenkendorf.

Die Notrufe waren ab 14.48 Uhr aus insgesamt 40 Gemeinden eingegangen, wie die Baselbieter Polizei weiter mitteilte. Allein aus Frenkendorf gingen 65 Meldungen ein, aus Liestal 40 und aus Arisdorf 25. Je 20 Notrufe kamen aus Pratteln, Lausen und Füllinsdorf.

Bisher sei der Polizei über verletzte Personen oder Tiere nichts bekannt. «Das ist sicher ein erfreulicher Aspekt dieser unerfreulichen Ereignisse», sagt Stöcklin.

Die Autobahn-Überschwemmungen vom 8. Juni
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Die Autobahn A2 und A3 im Bereich der Verzweigung Augst wurden überflutet.
Die Autobahn A2 und A3 im Bereich der Verzweigung Augst wurden überflutet.
Die Autobahn A2 und A3 im Bereich der Verzweigung Augst wurden überflutet.

Die Autobahn-Überschwemmungen vom 8. Juni

Kapo BL

Die Aufräumarbeiten dürften noch mehrere Stunden und Tage andauern, wie die Polizei mitteilte. Der entstandene Sachschaden dürfte laut Polizeiangaben «enorm» sein.

Ausserdem wurden die geplanten Fräsarbeiten auf der A18 zwischen den Anschlüssen Muttenz-Süd und Reinach-Süd in Fahrtrichtung Delémont wegen den starken Regenfällen verhindert. Die Nachtsperre für die Arbeiten wird deshalb bis Sonntag, 12. Juni, verlängert.

50 Notrufe in Basel-Stadt

In Basel-Stadt verzeichnete die Einsatzzentrale der Feuerwehr über 50 Notrufe wegen Wasserschäden. Besonders in Riehen und Bettingen drang Wasser in diverse Keller ein. In Bettingen musste ein gefährdeter Hang stabilisiert werden.

Beim Grenzübergang Hörnli stand zudem die Unterführung Hörnliallee unter Wasser, wie das Justiz- und Sicherheitsdepartement meldete. Bei der Freiburgerstrase wude die Fahrleitung der deutschen Bahn beschädigt

Der starke Regen führte zudem auf dem Netz der Basler Verkehrs-Betriebe zu Unregelmässigkeiten und Verspätungen auf dem ganzen Netz. In Riehen musste der Trambetrieb der Linie 6 für kurze Zeit unterbrochen werden, weil Wasser Unrat auf die Geleise gespült hatte. Auf den Linien 6 und 2 kam es zu Stromunterbrüchen.

«Wir können Entwarnung geben», sagt BVB-Sprecher Benjamin Schmid am Donnerstagmittag. Aktuell gebe es keine wettertechnischen Auswirkungen auf das Netz der BVB.

Die Feuerwehr stand gemäss der Mitteilung im Dauereinsatz. Neben der Berufsfeuerwehr wurden auch sämtliche Kompanien der Milizfeuerwehr aufgeboten.

Bereits am Dienstag verursachte ein heftiges Gewitter Stromausfälle und Überschwemmungen in der Region. Zwei Arbeiter wurden über längere Zeit durch die Wassermassen im Basler Birsigtunnel eingeschlossen und konnten erst nach über einer Stunde gerettet werden.

Starker Regen auch im Schwarzbubenland

Am späteren Mittwochnachmittag regnete es auch im Schwarzbubenland heftig. Innerhalb von etwas mehr als einer Stunde gingen im nördlichen Kantonsteil knapp 40 Meldungen bei der Solothurner Polizei ein. Betroffen waren besonders die Gemeinden Büren (22 Meldungen) und Nuglar-St. Pantaleon (20 Meldungen), wie die Solothurner Kantonspolizei mitteilte.

Zahlreiche Feuerwehren mussten ausrücken, um Wasser aus Kellern abzupumpen. Der starke Regen überflutete vereinzelt auch Strassen. Personen wurden laut Polizei nicht verletzt.

Die Situation hat sich am Donnerstag grundsätzlich beruhigt. «Alle Keller sind ausgepumpt und das gröbste Kies wird weggeräumt», erzählt Daniel Meier, Gruppenführer der Feuerwehr Büren.

Die Liestalerstrasse stand unter Wasser. Sie sei nicht gesperrt, man könne «langsam durchfahren», sagt Meier. Es habe allerdings noch Steine auf der Strasse. «Wir müssen noch Äste und Holz wegräumen», so Meier.

Im Fricktal waren vor allem der obere Teil und das Gebiet um Frick betroffen. Auf der A3 zwischen Effingen und Frick war in Richtung Basel eine Fahrbahnspur vorübergehend gesperrt. Der Bahnhof Frick war auf der Linie Basel–Brugg am Nachmittag für rund eine halbe Stunde wegen Unwetterschäden nur beschränkt befahrbar.

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